Memories of Heidelberg

Töne durch die WandOstern in Heidelberg

Es ist kalt. Fast klirrend kalt. Gestern fröstelte ich,  als ich im Garten stand und in den Sternenhimmel blickte. Was für ein Funkeln! Fast wie in sternenklarer Nacht auf La Palma… Der Blick in den Himmel machte mich betroffen: Wie lange habe ich keine Sterne mehr gesehen? Ich bin fast nur noch in Berlin. Mitten drin im Stadtleben. Das passt gar nicht zu mir, weil ich in einem Forsthaus in Heidelberg aufgewachsen bin und immer sehr nah an der Natur war. Vielleicht sollte ich mein Unwohlsein nicht nur wahrnehmen, sondern etwas in meinem Leben ändern?

Heidelberger Autoren

Mir gefällt es immer wieder gut, in Heidelberg zu sein. Es ist so übersichtlich und schnuckelig. Vertraut. Hier das Kurfürst-Friedrich-Gymnasium, auf dem ich zur Schule gegangen bin. Da die Bögen der Scheffelterrasse, der passende Hintergrund, wenn ich Romantik pur wollte…Ich liebe Geschichten mit Lokalkolorit, in denen Heidelberg eine Rolle spielt. Wenn ich die Krimis der Heidelberger Autoren Wolfgang Burger und Hubert Bär lese, dann kann ich in Gedanken die Heldin durch eine Gasse begleiten, in der eine Szene spielt und sie mit meinen inneren Bildern abgleichen. Wenn der Universitätsplatz oder die ‚Krämergasse’ auftaucht, dann hab ich Mühe, nicht in eigene Erinnerungen abzudriften – da war doch das Cave? – sondern beim Krimi zu bleiben. Die Mischung aus Fiktion und realer Erinnerung, aus der ein eigener Film im Kopf entsteht, finde ich faszinierend. Es kommt mir vor, als würde mein eigenes Leben durch das Fiktionale, die Krimiszenen und ihre Protagonisten, ergänzt. Das Leben in Heidelberg um eine Nuance spannender. Genüsslich kann ich Formulierungen abschmecken: ‚Das Heidelberger Schloss hängt im Nebel am Berg’ Hab ich es je so gesehen?

In dem kleinen Buchladen in Ziegelhausen habe ich eine Autorin kennengelernt, die dort ihren Debutroman signierte. Andrea van Bebber. In ihrem Roman bewirkt die Musik, was bei mir das Schreiben auslöst: Veränderung…Eine biografische Parallelität haben wir: Auch sie hat nach der Familienphase noch einmal studiert und das Ruder herumgerissen. Ich freue mich auf „Töne durch die Wand“.

Und ich freue mich darauf, immer wieder nach Heidelberg zurückzukehren.

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