Drei Fragen an den Lektor: Thorsten Ahrend (Wallstein)

Thorsten Ahrend ist Leiter des belletristischen Programms im Wallstein Verlag und Cornelius Hartz hat ihm Fragen gestellt, die für Autoren von Bedeutung sind; mir gefallen die Antworten. Besonders die Antwort gleich zu Beginn, wo es darum geht, wie Leben und Schreiben zusammen hängt… und natürlich auch die humorvolle Antwort auf die Frage, wie ein unverlangt eingesandtes Manuskript denn sein solle… viel Spaß beim Lesen!

kapitel eins

Was ist Ihr wichtigster Tipp für angehende Autoren?

 Neugierig sein, unterwegs sein. Rumgucken, was in der Welt passiert, sich für Biochemie und Mathematik interessieren und für Neurowissenschaften und Pop und Politik und Poststrukturalismus und für die Post, aber die heißt jetzt DHL. Sich für Menschen interessieren, nicht nur für Künstler und Intellektuelle, sondern auch für Menschen, die körperlich arbeiten. Oder auch nicht arbeiten. Na ja, für alles, was in den letzten 2000 Jahren geschehen ist und für alles, was jetzt passiert.

Viel lesen, nicht nur Debütanten, die aber auch. Man selbst sein, ohne sich nur mit sich selbst zu beschäftigen. Und arbeiten, arbeiten, arbeiten. Feiern, feiern, feiern.

Wie muss ein unverlangt eingesandtes Manuskript aussehen, damit es jemand ansieht?

Es sollte nicht handgeschrieben kommen. Nicht per Einschreiben. Nicht mit einem

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