Die Sache mit den Namen

Egal woran man schreibt, ob an einem Roman, einer Kurzgeschichte oder einem Miniaturtext: Die Namen der Protagonisten müssen passend klingen. Hier gute Tipps von simonsegur.

__________________ ein buch wie kings turm

Woher bekommt man die Namen für seine Figuren? Eine beliebte Frage mit eigentlich beliebigen Antworten. Nur eines scheint klar zu sein: Der Name muss passen. Wie auch immer man den Namen findet – die Suche dauert so lange, bis man das Gefühl hat: „Ja! Nur so kann sie/er heißen!“
Germanisten untersuchen dieses Problem unter der Bezeichnung „literarische Onomastik“ (also in etwa „dichterische Namensgebung“). Im guten alten Wilpertschen Sachwörterbuch der Literatur wird die folgende Einteilung gegeben:

1. Figuren, die real existierende Namen aufgreifen: Goethes Faust beispielsweise oder Büchners Woyzeck.
2. klassifizierende Namen, die auf bestimmte Gruppenzugehörigkeit hinweisen: Lady Milford, Konsul Buddenbrook, David Scholechim.
3. Klangsymbolische Namen, meist ironisch genutzt: Kuckuck bei Thomas Mann oder Siebenkäs bei Jean Paul.
4. sprechende Namen mit durchsichtiger Etymologie: Wurm, Joe Schwätzer.
5. Namensverzicht zur Schaffung von Gesichtslosigkeit und Anonymität: Josef K.

Für SchriftstellerInnen ist Punkt Nummer 2 wohl am interessantesten. Denn „sprechende…

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2 Kommentare

Eingeordnet unter AKTUELLES

2 Antworten zu “Die Sache mit den Namen

  1. Danke fürs Rebloggen! Und noch einen schönen 4. wünsch ich 🙂

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