Humane holistische Medizin: Gründung des Vereins „Europäische Künstlergilde für Medizin und Kultur“

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Ärzte wollen Menschen heilen oder ihre Krankheit lindern. Die Medizin ist technologisch weit vorangekommen in den letzten Jahrzehnten. Aber „die Sehnsucht nach menschlicher Medizin ist groß  – auch bei den Ärzten“ so Professor Jalid Sehouli , erfolgreicher Buchautor und Chefarzt Frauenklinik an der Charité, bei der Gründungsveranstaltung der „Europäischen Künstlergilde für Medizin und Kultur am 8. Mai. Dr. Adak Pirmorady, Ärztin in psychoanalytischer Ausbildung und Illustratorin unseres Buchs, hat die Initiative ergriffen und einen Kreis interessierter und engagierter Menschen, die gut vernetzt sind,  zusammengebracht. Der neu gegründete Verein will eine humane holistische Medizin. Sie sei „nur dann möglich, wenn der Behandler bereit ist, sich mit dem einzelnen Individuum ganzheitlich auseinanderzusetzen und ihm neben seinen Heilungs- und Behandlungsansätzen eine vertrauensvolle, Halt gebende Beziehung anzubieten.“ , so schreibt sie im Motivationspapier zur Gründung.

IMG-20180509-WA0005 Zum Vorstand gehören (von li nach re) die freiberufliche Designerin Katrin Laville, Vorstandsvorsitzende Dr. Adak Pirmorady, die Ärztin und angehende Psychosomatikerin Dr. Nike Spinnler – und ich. Den hochkarätig besetzten Beirat stellen wir in einem anderen Blogbeitrag vor.

Vorstellung Vorstandsmitglieder 06-05

Der Verein wird -neben vielen anderen Vorhaben-  weiter entwickeln, was Prof Sehouli an der Charité schon begonnen hat und was Patienten Halt und Orientierung gibt:  Bei Ärzten das Bewusstsein für und Wissen um gute Gesprächskultur schärfen und trainieren; Vorträge halten und Publikationen im Feld Medizin und Kultur  ermöglichen: sich für künstlerische Therapien wie z.B. das Schreiben einsetzen. Hier kommen wir, Sudijumi, mit dem Gesundheitsfördernden Kreativen Schreiben ins Spiel. Wir finden, dass das Schreiben als bewusst eingesetzte Intervention zur Genesung und psychosozialem Wohlbefinden noch zu wenig Geltung hat, aber als Fortsetzung guter Arzt-Patienten-Kommunikation und Mittel zur Selbsthilfe auch an Kliniken und in Rehas bekannter werden muss.

Prof. Dr. Heinz-Peter Schmiedebach, der die erste Professur für Medical Humanities an der Charité inne hatte, bestärkte uns, indem er in seinem Vortrag u.a. anschnitt, dass ein Teilgebiet der Medical Humanities die narrative Medizin ist. Das alles in einer Kommunikationskampagne voranzubringen, ist unsere Vision, und daher haben wir mit Freude all diese Aktivitäten unterstützt, die den Nutzen des Schreibens zeigen und die Bedeutung von Kreativität in der Medizin deutlich machen:

+ Für Patientinnen kostenlose Schreibseminare Charité_kreativ an der Frauenklinik auf Initiative von Professor  Sehouli mit Unterstützung der Stiftung Eierstockkrebs

+ Buch „Mit Schreiben zur Lebenskraft – Übungsbuch für Patientinnen mit   Krebserkrankungen, gemeinsam mit Prof Sehouli, Direktor Charité Frauenklinik und Dr. Adak Pirmorady

+ Weiterbildung: Wir bilden Therapeuten, Schreibdidaktiker und Coaches aus im Gesundheitsfördernden Kreativen Schreiben

+ Öffentlichkeitsarbeit: Wir treten bei Kongressen auf mit Workshops und Vorträgen, u.a mit dem von Wolfgang Kohlhaase angeregten Gedanken  „Hilft schreiben Leben?“

+ Wir bloggen und platzieren innovative Meinungsgegenstände in den Medien

Natürlich haben wir noch mehr vor, damit Gesundheitsförderndes Kreatives Schreiben  und andere künstlerische Therapieansätze irgendwann überall verfügbar sind und Menschen beim „lebensfrohen Langzeitüberleben“ helfen können, aber darüber erst mehr, wenn es wirklich spruchreif ist…

Zunächst einmal die Einladung zu

+ Charité informiert und kreativ BRCA-Tour mit Vortrag und Schreibcafé am 18. Juni:

Informiert-Kreativ_Flyer-A6_01_Print

Dort beantworten wir verschiedene Fragen genauer, die hier nur anklingen, z.B.: „Was bringt Ihnen das Schreiben, was ist GKS?“

 GKS, das Gesundheitsfördernde Kreative Schreiben,  ist ein spielerischer und gleichzeitig strategischer Methoden- und Themenmix, der  Ressourcen zutage fördert und sich an den Phasen der Krankheitsbewältigung orientiert. Es hilft dabei, Krankheit nach einer bösen Diagnose konstruktiv zu verarbeiten und ist damit EIN Element, um kreativ aus der Blockade zu kommen, um das Langzeitüberleben in gutem mentalem Zustand und mit Lebensfreude zu erreichen.

 Wie funktioniert GKS?

+ Sich schreibend entlasten ist der erste Schritt (Entlastung und Entmüllen)

+Eigene Kräfte und Bewältigungsstrategien erinnern der zweite Schritt (Kraft schöpfen)

+ Im Perspektivwechsel neu auf die Situation schauen dritter Schritt  (Erkenntnis)

+ Eine erstarkte Identität bilden der vierte Schritt (Selbstbewusstsein)

und vor allem darüber funktioniert es: über die Freude am kreativen Schaffen!

Neugierig? Dann melden Sie sich an und  kommen Sie  vorbei;  Schreiben gleich mit. Denn nach dem kurzen Vortrag erfreuen wir Sie mit einem Schreibcafé, in dem Sie ausprobieren können, wie es wirkt, wenn Sie sich schreibend selbst überraschen und Ihre Erkenntnisse aus der Schatzkiste Ihres Unbewussten wie Perlen nach oben steigen…

GKS wirkt auch präventiv.

Susanne Diehm

M.A. Biographical & Creative Writing

 

2 Kommentare

Eingeordnet unter AKTUELLES

2 Antworten zu “Humane holistische Medizin: Gründung des Vereins „Europäische Künstlergilde für Medizin und Kultur“

  1. yumami

    Wo sind denn Informationen über den Verein „Europäische Künstlergilde für Medizin und Kultur“ zu finden? Danke für einen Link zur Website.

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