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Fit für den Schreibberuf?

Bald ist es so weit: Vier neue Interviews habe ich für die 2. Auflage des Schreibberufe-Fachbuchs von Michael Firnkes und mir mit dem Titel ‚Die Macht der Worte‘ geführt: Drehbuch, GKS =Gesundheitsförderndes Kreatives Schreiben, Ghostwriting sowie Storytelling/Content Marketing standen im Focus. Meine trendsichere und ermutigende Lektorin bei mitp business, unserem Verlag, hat mir Freiheit gelassen; so konnte ich Interviewpartner finden, die gut erzählen können, um was es in diesen Schreibberufen geht und welche Anforderungen diese Jobs an den Autor stellen. In all diesen Berufen muss der Autor oder die Autorin schreiben können – aber um erfolgreich zu sein, gehört noch mehr dazu. Es hat mich gefreut, dass in den Interviews immer wieder Erkenntnisse aufblitzen, wie es gehen kann; oder aber Menschen ehrlich sagen, wie schwer es sein kann, vom Schreiben über einen langen Zeitraum hinweg gut zu leben. Es ist mir wichtig, dass Menschen, die in einen Schreibberuf streben, gut beraten sind. Anscheinend gibt es Bedarf nach dieser Beratung, denn ich werde immer wieder angesprochen und nach meinen Empfehlungen befragt. Wer Interesse an Berufen wie Schreibpädagoge, Schreibtherapeut, Schreibcoach hat: Hier kenne ich mich dank meiner eigenen Ausbildung und Berufserfahrung aus. Es sind immer noch recht junge Berufe, für die man viel Leidenschaft braucht. Denn die Jobs und Aufträge in diesem Bereich fallen nicht vom Himmel, sondern man muss sie sich schaffen. Creare. Geht schon. Wäre ja auch langweilig, nur zu schreiben. Oder?

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Studi-Lektor vermittelt Experten für Schreibcoaching und Lektorat

Soeben habe ich die Nachricht erhalten, dass meine Angebote auch von Studi-Lektor akzeptiert wurden und ich in den nächsten Tagen dort als Schreibcoach gelistet sein werde. Dort wird es dann heißen:

Susanne Diehm
Diplom-Betriebswirtin (FH), M.A. Biografisches und Kreatives Schreiben, Schreibtherapeutin
Susanne Diehm ist Autorin mehrerer Bücher zu Kreativem Schreiben und Schreibtherapie. Sie lehrt Kreatives Schreiben, begleitet andere Autoren und kombiniert Schreiben gerne mit neuen Ideen. So hat sie Schreibyoga und BodyMindART mitentwickelt. Dieses Konzept und Kreativitätsprogramm bietet sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Jutta Michaud unter Sudijumi an. Zu den Studien: Zusätzlich zum Abschluss als Diplom-Betriebswirtin hat sie ein Zertifikat über einen Aufbaustudiengang Öffentlichkeitsarbeit und ist M.A. Biografisches und Kreatives Schreiben. In über 30 Berufsjahren – u.a. als Kommunikationsberaterin und Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim ‚global player‘ Gillette/P&G – erlernte sie das Handwerkszeug des Creative (Business) Writing. Ihre beruflichen Erfahrungen gehen weit über wissenschaftliches Schreiben hinaus, da sie selbst Autorin von Sachbüchern und einem Roman ist und mit Schreibcoaching und Lektorat andere Autoren begleitet. Frau Diehm hält international Seminare zum Kreativen Schreiben und weiß als zertifizierte Schreib- Kunst- und Lerntherapeutin, wie der Arbeitsprozess am geschicktesten zu planen ist und auch, wie das Wissen über Schreibtypen weiter hilft. Mit ihr als Coach verbessern sich Schreiben und Selbstbewusstsein gleichermaßen – also möglichst gleich kontaktieren! Schade, wenn es nur um den letzten Schliff geht…
Susanne Diehm ist Mitglied der Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung.

Schwerpunkte: Schreibcoaching, Spielerisches Überwinden von Schreibblockaden, Creative (Business) Writing, Schreibtherapie, Resilienz-Training, Public Relations und Marketing

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Ein Interview

Gestern hat Cordula Meyer-Josten mich interviewt. Sie hat früher beim Radio gearbeitet und sattelt gerade den Masterstudiengang Biografisches und Kreatives Schreiben auf. Ich wollte mich vorbereiten und hab hier die Fragen und Antworten aufgeschrieben, von denen ich dachte, dass sie kommen würden. Das Interview war dann aber ganz anders – viel interessanter als meine Vorbereitung! Da wir darauf aber noch eine Weile warten müssen, weil es erst zusammengeschnitten wird, hier meine Fragen und Antworten…

Sie haben als ‚Sudijumi‘ über Pfingsten im Ritzlerhof, dem ersten Selfness-Hotel Tirols, einen BodyMindART-Workshop gehalten. Sudijumi, das sind Sie, Susanne Diehm, mit Ihre Kollegin Jutta Michaud. Selfness ist ein Begriff, den der Zukunftsforscher Matthias Horx geprägt hat – er soll Wellness ablösen oder zumindest ergänzen. Er bedeutet, dass Urlauber während der Ferien Dinge lernen, die ihnen im Alltag dann helfen, das Leben leichter zu nehmen. Was ist BodyMindART?

Das können Sie wörtlich übersetzen. Eine Kombination von Body = Körper, Mind = Geist, ART = Kunst. Wir arbeiten mit all diesen Elementen: Bewegung, Entspannung, Schreiben, Malen und Sinnlichem Gestalten. Unser Angebot wirkt beflügelnd und gleichzeitig entspannend. Die Zeit verfliegt, oft sind die Teilnehmer erstaunt, dass die 90 Minuten schon um sind. Vor allen Dingen erleben wir immer wieder, dass während des Kurses viel gelacht wird und sich diese gewisse Leichtigkeit einstellt, die man hat, wenn man glücklich ist. Das belebt, und nach dieser ‚Reise zum Ich‘ kann man den Alltag wieder viel besser bewältigen. Ich gehe auch gern in die Sauna oder zum Schwimmen, genieße mal eine Massage oder Fußreflexzonenbehandlung, wenn ich Zeit und Geld übrig habe, aber Wellness reicht mir persönlich nicht. Für mein Wohlbefinden brauche ich auch etwas, das meine Seele streichelt.

Das heißt dann ‚Selfness‘?

Selfness geht in die Richtung, BodyMindART ist Seele streicheln – so kommt es mir vor, wenn ich mit Schreiben oder Kunst ganz nah an mir selbst bin, für einen Augenblick im Flow und dann wieder in einem bewussten Zustand, ganz gelassen. Das ist das Gefühl einer mentalen Agilität, ähnlich, wie sie sich nach der Meditation einstellt, und doch anders. Als ob man sich seiner Schaffenskraft vergewissert hätte, im Himmel war und jetzt wieder geerdet ist. Man sagt, dass Meditation die ‚Fluid Intelligence‘ erhöhe. Diese ‚flüssige Intelligenz‘ trägt dazu bei, komplexe Probleme lösen zu können. Ich bin überzeugt, dass Schreiben und im Schreibflow sein auch dazu führt, die gedankliche Leistung und Wendigkeit zu erhöhen. Vor allem fördert es das Selbstbewusstsein. Können wir das nicht alle brauchen?

Mit Sicherheit… besonders Frauen neigen ja dazu, sich nicht genügend wertzuschätzen. Wie bauen Sie das ins Programm ein?

Wir versuchen, unser Programm abwechslungsreich zu gestalten, und natürlich auf die Gruppe zuzuschneiden. Bei kleinen Übungen, die den Teilnehmerinnen leicht fallen und ihre Schaffenskraft kitzeln, kommt das Selbstbewusstsein von ganz alleine. Auch in diesem Sinne wird ‚der Rücken gestärkt‘, wie wir es in der Ausschreibung genannt haben. In Erwartung unserer Teilnehmer haben Jutta und ich immer wieder auch selbst Spaß daran, Konzepte für Gruppen zusammenzustellen. So hatte ich auf dem Ritzlerhof richtig Freude an einer Collage, die wir zum Thema ‚Frauenträume‘ geschnitten und geklebt haben. Wir versuchen uns an einem immer wieder überraschenden situativen Mix aus Elementen der Schreib-, Kunst- und Bibliotherapie. Praktisch heißt das: Wir geben unseren Workshopteilnehmern Aufgaben und Impulse, stellen Fragen, die sie schreibend, malend, mit Ton oder anderen Materialien ‚beantworten‘. Hintergrund sind Resilienz-, Glücks- und Kreativitätsforschung sowie Erkenntnisse der Schreibdidaktik. Wir werden von Mal zu Mal besser, weil auch unsere Erfahrungen mit Menschen aller Länder dazukommen, die lernen, ihrer Schaffenskraft vertrauen, und das beflügelt dann auch uns.

Was bedeutet: ‚Wir werden immer ‚besser‘?

Wir bilden uns ein, zu erkennen, was Menschen brauchen. Der Erfolg gibt uns recht. Mehr und mehr vertrauen wir dabei unserer Intuition. Sudijumi hat Abschlüsse als M.A. Biografisches und Kreatives Schreiben und Zertifikate in Kunst- und Kreativitäts- als auch Lerntherapie. Darüber hinaus sind wir geübt, zu spüren, wie wir helfen können. Andere sagen dazu: ‚Ich wende die Tools meines Handwerkskoffers an‘, aber das klingt mir viel zu technokratisch. Mittlerweile traue ich mich, zu sagen, dass ich intuitiv arbeite.

Haben Ihre anderen Tätigkeiten auch mit den Workshops zu tun? Was machen Sie sonst noch?

Sie werden lachen, aber aus unseren Kursen entspringen jede Menge Autoren. Oft sind es Menschen, die früher in einer bestimmten Lebensphase schon einmal gern geschrieben haben und jetzt diese Leidenschaft neu entdecken. Wir geben ihnen Zunder, und dann lodert das Feuer :-). Kein Einzelfall, dass sich ein Workshopteilnehmer danach tatsächlich daran macht, sein Buch zu schreiben. Wir haben als Autorenteam – oder einzeln – insgesamt selbst mittlerweile acht Bücher herausgebracht und in vielseitiger Zusammenarbeit als Schreibcoaches ‚Geburtshilfe‘ bei den Werken anderer Autoren geleistet. So helfen wir gerne, wenn aus einem Workshopteilnehmer dann ein Schriftsteller wird – ob von einem Sachbuch, einem Roman oder auch Kurzgeschichten. Fantasy und Thriller haben wir auch begleitet, nur einen Lyrik-Autor hatten wir noch nicht! Kann ja vielleicht noch werden!

Gibt es auch andere Aufgaben?

Manchmal wollen Workshopteilnehmer im Anschluss andere Themen im Einzelcoaching besprechen, um auch beruflich voranzukommen. Ob sie dann mit ‚Sudi‘ oder ‚Jumi‘ zusammenarbeiten, bleibt der persönlichen Chemie überlassen. Und wen wir besonders mögen, der kriegt uns auch zu zweit 🙂

 

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