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Noch höher, schneller, schlauer: Brainwriting statt Brainstorming

Wie ein Brainstorm anstelle eines lauen Lüftchens entfacht wird, meint der Spiegel zu wissen.

An einem anschaulichen Beispiel erklärt der Autor, wie Walt Disney mit träumen, verwirklichen und verbessern sein Imperium aufgebaut hat. Und wie Brainstorming für jeden funktionieren kann.

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/brainstorming-tipps-fuer-gute-ideen-a-1025935.html

Als Schreibcoach rolle ich mal wieder mit den Augen und denke mir: Ist ja nett, aber bitte versucht die Methode abwechslungshalber mal mit Brainwriting. Schreiben, statt Vorschläge redend herausblöken! Das Schreiben hat den riesigen Vorteil, dass dann auch die introvertierten Kollegen und deren Vorschläge abgeholt werden. Wenn sie sich schriftlich äußern können, sind sie mit im Spiel – ansonsten rücksichtslos in die Ecke gedrängt von den Platzhirschen und extrovertierten Ellbogendränglern, die ihre Ideen heraussprudelnd zu verteidigen wissen. Meiner Meinung nach genügt es da auch nicht – wie in Regel 3 vorgeschlagen – dass die Teilnehmer nur am Anfang still schreiben und dann der Kollege den Vorschlag vorträgt; das kann sogar zur Persiflage und damit kontraproduktiv werden, wenn körpersprachlich ein ‚fremder‘ Vorschlag vom Vortragenden mit skeptischer Miene vorgestellt wird. Ich hab gute Erfahrungen damit gemacht, wenn Vorschläge nach dem ersten Aufschreiben in der Gruppe schriftlich weitergedacht und gemeinsam entwickelt werden und erst das Endresultat ‚begutachtet‘ und besprochen wird. Auch in ‚ganz normalen‘ Schreibgruppen entsteht Stolz auf ein gemeinsames Produkt, an dem mit Feuereifer alle schreiben. ‚Miniromane‘ schreiben ist eine wunderbare Vorübung – auch im Unternehmen.

Ich überziehe im ersten Teil meines Beitrags bewusst – es ist mir ein Anliegen, dass sich in Unternehmen die Kultur ändert.

Einen schönen Frühlingstag –

Eure

SuDi

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Wie – und mit wem – Sie besser schreiben

Wie sie besser schreibenWolf Schneider – brilliant!

Ich schätze Wolf Schneider. Der Journalist, Sachbuchautor und Sprachkritiker ist ein Könner. Mich persönlich begleitet er seit den 80ern, als mir mein Vater Schneiders Buch ‚Deutsch für Profis’ schenkte. Es passte zum Aufbaustudiengang Öffentlichkeitsarbeit, den ich damals an der FU Berlin besuchte, ein Studiengang für angehende PR-Experten, die alle schreiben lernen mussten. ‚Deutsch fürs Leben – was die Schule zu lehren vergaß’ – habe ich auch in meinem Regal gefunden. Meine Ausgabe ist von 1994, aber das Buch hat bei Amazon immer noch einen guten Verkaufsrang. Das spricht dafür, dass das Thema ‚Schreiben’ bei uns in Deutschland  nach wie vor auf Interesse stößt. Nur – wo lernt man das Schreiben?

Es geht darum, „wie Sie besser schreiben“

Für die Ausgabe der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ vom 10. Mai kündigte der Verlag eine Beilage an: „Wie Sie besser schreiben“, eine Deutsch-Stilkunde in 20 Lektionen“. Habe ich mir gleich geholt. Finde es großartig, dass dem Thema Schreiben in „Die Zeit“ Raum gegeben wird.  Nötig bei uns in Deutschland, denn das Schreibkönnen verfällt. Ein Handwerk, das geübt werden muss, für das der Rahmenplan des Deutschunterrichts zu wenig Zeit lässt.

An den Schulen und Universitäten ist es längst noch nicht gang und gäbe, dass es überall ‚Creative Writing’ – AGs gibt, das Zusatzangebot für Schüler, das ihnen in allen Fächern hilft. Die angelsächsischen Länder sind uns da weit voraus. Dort gibt es an fast jedem College Creative Writing Kurse.

Schreibzentren an Universitäten bilden sich bei uns in Deutschland erst  nach und nach.

Die Schreibzentrumsleiterin Franziska Liebetanz von der Viadrina-Universität Frankfurt/Oder habe ich in meinem ersten Sachbuch zum Schreiben  interviewt. An der Europa-Uni gibt es ein vorbildliches Schreibzentrum.

Schule des Schreibens und der Innovation – im Unternehmen

Unternehmen sind noch sehr zurückhaltend und haben den Bedarf an professionellen Schreibkursen weitgehend noch nicht erkannt. Dabei könnten viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren, wenn sie eine ‚Schule des Schreibens’ im Unternehmen hätten.

Die Methoden und Techniken des Kreativen Schreibens bieten nicht nur Formulierungshilfe, sondern zeigen Wege in die Kreativität generell. Überall wird nach ‚Innovation’ gerufen,  gefordert werden innovative Ideen, jeden Monat sollen neue produziert werden – aber die kreativen Techniken des Schreibens werden längst noch nicht so oft eingesetzt und abgerufen, wie es sein könnte. Wundert mich – aber ich bin ja nicht (mehr) verantwortlich für die Entwicklung der Unternehmenskultur.

Schreibberatung – bei mir!

Gerne hätte ich eines der Seminare von Wolf Schneider besucht. Vielleicht das im November in Berlin. Aber, oh Graus, fast 2000 Euro für das zweitägige Seminar. Es ist ja auch Wolf Schneider. Wenn es mal nicht so prominent und im Einzelgespräch sein soll: Für ein Zehntel des Preises, 200 Euro,  biete ich eine 3-stündige Einzelberatung an. Ein Schnupperpreis für alle, die individuell ihre Schreibe verbessern wollen. Mit denen ich an einem wichtigen Text arbeite: Einer Rede, einem Kundenbrief oder einem Buchexposé. Oder denen ich helfe, überhaupt ins Schreiben zu kommen. Oder, schreibend zu denken…

Bei mir schreiben Sie dann direkt den Text, der kraftvoll ist und wirkt. Den sie sofort an Ihren Lesern testen  können. Der nach Ihnen klingt, weil er von Ihnen kommt. Mit mir entwickeln Sie Ihre Schreibstimme.

Na, wie wär’s? Fragen Sie an, ich bringe Sie ins Schreiben.

Mit herzlichem Gruß,

Ihre Susanne Diehm

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