Monatsarchiv: Januar 2015

Allein, aber nicht einsam!

Sonntage sind für Singles manchmal schrecklich. Vielleicht nicht so sehr für die jungen Alleinstehenden, weil die jungen Menschen oft gut eingebunden sind in Gruppen, die Freunde auch nicht liiert sind und immer noch so viel Lebensweg und Möglichkeiten vor einem liegen…

aber in reiferem Alter, wenn die Partnerschaft schon lange her ist, die Kinder aus dem Haus und Job-Kolleginnen und Freundinnen verheiratet, dann kann ein schales Gefühl heranschleichen. Oft kommt dann das Füllen der inneren Leere mit Essbarem und der Gang zum Kühlschrank ist vorprogrammiert. Denn Essen ist manchmal Ersatz – wir kompensieren, was uns wirklich fehlt.

Eine Schreibgruppe am Sonntag ist eine der vielen Möglichkeiten, die wir haben.

Sie hält uns nicht nur vom Kühlschrank und dem Kochen opulenter Mahlzeiten fern, die wir dann doch allein verzehren, sondern sie bringt uns in Kontakt. Mit uns selbst und mit anderen.

In der Schreibgruppe können wir voreinander zugeben, dass es doof ist, allein aufzuwachen und den ganzen Tag für sich zu haben – das ist nämlich auch nicht nur Erholung.

In der Schreibgruppe können wir ausdrücken, was wir fühlen, um uns zu entlasten. Aber dann kommt der Wendepunkt: Wir wenden uns dem zu, was uns stützt, Halt gibt und begeistert. Wir testen Möglichkeiten aus. Ob wir in achtsamen Momenten in den Kleistpark gehen und nach einem Fundstück suchen, mit dem wir unsere Collage beginnen, oder Dankbarkeits-ABC-Darien ausfüllen oder Mutmachgeschichten schreiben, die real werden können – es gibt tausend Varianten, wie die Schreibgruppenleiterin (es gibt so wenig Schreibgruppenleiter, sorry, Männer, warum eigentlich, wo seid Ihr?) die Gruppe in Schwung bringen und gute Stimmung erzeugen kann. Resilienztraining und Wissen über das Glück gehört dazu…Dort gibt es auch Tipps, wie Du zu Hause weitermachen kannst. Und wie Du inneren Zensoren und alten Glaubensätzen ein Schnippchen schlagen kannst…

Aber ich kann hier nicht alle meine ‚Tricks‘ und Methoden verraten: Kommt doch einfach sonntags in eine meiner Schreibgruppen, dann werdet Ihr es erleben :-). Ihr seid in guter, inspirierender Gesellschaft!

Eure SuDi

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Schreib Dich erfüllt und schlank und schön

Gesundheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess”
Aron Antonovski

Brot

Neue Workshop-Reihe von Susanne Diehm
– M.A. Biografisches & Kreatives Schreiben –
mit Inspirationen von Deepak Chopra

Worum geht es im Leben? Wie lebst Du einen gelingenden Alltag? Welche Rolle spielen Nahrung und Bewegung darin? Oft kompensieren wir das, was wir nicht haben, indem wir essen. Aber wonach hungern wir wirklich? Die Antwort des indischen Arztes und mehrfachen Bestsellerautors Deepak Chopra ist: Strebe nach Erfüllung! Dafür musst Du zu einem ruhigen Zustand des Bewusstseins finden, die emotionale, geistige oder seelische Leere füllen. Spüren, was vor sich geht und Entscheidungen in einem Zustand ruhiger Wachheit treffen. Grundvoraussetzungen, um den Hunger in Dir zu stillen und zu einem gelingenden Leben zu gelangen.

Jeweils zweieinhalbstündiger Schreib-Workshop sonntags, 17.00 – 19.30 Uhr, ab Sonntag, 25. Januar 2015, einzeln buchbar, besser als ‘Gesamt-paket’. Jeden zweiten Sonntag steht ein anderes Thema auf dem Programm. Pro Sonntag kostet der Workshop 35 Euro, im Zehnerpack 300 Euro.

Druckwerkstatt in Berlin-Schöneberg am Kleistpark
Elßholzstraße 11, 10781 Berlin

Flyer:  Gesundheit ist kein Zustand

Anmeldung bei:

Susanne Diehm
Fon: +49 (0)30 – 216 37 76   •  Mobil: +49 (0)176 – 347 521 87
E-Mail:  mail@susanne-diehm.de

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Schreiben gegen Alzheimer?

In meinem letzten Blogartikel habe ich die „Morgenseiten“ vorgestellt. Jede Schreiberin wird ihre eigenen Gründe dafür haben, morgens nach dem Aufwachen zu notieren, was ist und was ansteht. Tut es nicht einfach gut? Auch aus diesem Grund tut es gut: Nicht bewältigte, verdrängte und versteckte Gefühle brauchen Kraft. Aber wir brauchen unsere Energie für das Wesentliche! Schreibend hast du eine Chance, diese Gefühle wahrzunehmen, mit ihnen umzugehen und die dahinter liegenden Probleme aufzulösen.

Für an Alzheimer erkrankte Menschen sind verdrängte, nicht aufgelöste Gefühle Stolpersteine: Die Psychologin und Gerontologin Naomi Feil hat mit ihrer ‚Validation‘-Methode einen Weg entdeckt, wie Pflegepersonal und Psychologen helfen können: nicht mit dem Weg der Psychoanalyse, sondern mit Empathie, Berührung und den richtigen Fragen, sodass immer wieder durchlebt werden kann, was ein Gefühl von Mangel hinterlassen hatte. Bis das Thema verarbeitet ist.

Wie meine Kollegin Johanna Vedral schreibt: Validation ist eine Methode, um Alzheimerpatienten und alten desorientierten Personen zu helfen, ihr Selbstwertgefühl wieder herzustellen, ihre Würde wieder zu erlangen und ihren Stress zu reduzieren und so ihren Lebensabend glücklich zu verbringen.  Naomi Feil: „Auch wie jemand gelebt hat, entscheidet darüber, wie er sich in der letzten Lebensphase fühlt. … Je offensiver jemand mit den Schicksalsschlägen in seinem Leben umgeht, umso geringer die Wahrscheinlichkeit, eines Tages in einen Zustand der Desorientierung zu geraten.“

Wir sind noch jung – solange wir gesund und bei Bewusstsein sind erkennen wir, wie wir Quälendes schreibend und handelnd bewusst verändern können. So haben wir eine Chance, uns jetzt selbst zu helfen. Wer es nicht schafft, alleine die Morgenseiten zu schreiben, kann sich einen Schreibtherapeuten für Einzelsitzungen oder eine Schreibgruppe suchen. Garantiert: Auch da kommt das Unbewusste auf“s Papier. Schreiben entlastet und beflügelt.

Kompliment an Til Schweiger: Mit seinem Film „Honig im Kopf“ hat er es spätestens jetzt geschafft, sein Action-Held-oder-Looser-Lover-Image wesentlich zu erweitern. Mit Drehbuch, Produktion, Edition und als Schauspieler hat er einen Kultfilm und bestimmt auch Kassenschlager zu einem Thema geschaffen, das uns alle angeht. Botschaft ist, dass wir es Kindern abschauen können, wie wir über Empathie und Gefühl an Alzheimer erkrankten Menschen helfen können und dadurch sorgen für uns selbst. Mir hat der Film gut gefallen – wunderbar, wie Opa (Didi Hallervorden) in berührenden Szenen mit seiner Enkelin (Emma Schweiger) einen Blick auf sein Leben erlaubt und wir den Verlauf der Krankheit erleben können. Ein schweres Thema kunstvoll leicht gemacht… da verzeihe ich auch Momente, in denen der Film ein wenig zu sehr Richtung Rührseligkeit oder reiches Familienmilieu kippt.

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