Monatsarchiv: September 2014

Neues aus der Edition Sudijumi

We proudly present: Soeben ist unsere dritte ‚Fictionage‘ in der Edition Sudijumi beim Verlag epubli GmbH in Berlin erschienen.

„Schreibtherapie“, war die erste Erzählung, in der es um eine Frau -Eva- geht, die nach einer schreibtherapeutischen Sitzung wichtige Entscheidungen für Beruf und Partnerschaft trifft;

„Kunst- und Kreativitätstherapie“, die zweite Story: Laura und Darius wollen noch einmal neu beginnen und gehen den Weg zur Erfüllung über eine kunsttherapeutische Tätigkeit;

„BodyMindART“ stellt zwei weitere Wege zum ‚Selbst‘ vor, den ein Kreativ-Wochenende mit Sudijumi auslöst. Da ist Monika, von der sich gerade der Partner getrennt hat; und bei Carolina stört die dominante Mutter ihr Wohlbefinden.

Warum Storytelling zu künstlerischen Therapien?

Jutta Michaud und ich haben diese Form des Storytellings gewählt, um die künstlerischen Therapien bekannter und noch beliebter zu machen. Wir sehen in unserer täglichen Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen, wie effektiv die Beschäftigungen malen, schreiben und gestalten zu Selbsterkenntnis führen können; oft entsteht daraus der Wille zur Veränderung und die Lust, gleich damit anzufangen.

Sind weitere Themen in Planung?

Ja, Jutta Michaud und ich schreiben gerade an einer Fictionage zum Thema Bewegung…
Bewegung ist definitiv gesundheitsfördernd, aber genau die Menschen, die es nötig hätten, bewegen sich nicht genug. Wie kann man Motivation zu Bewegung fördern?

Was ist denn eine Fictionage?

Während ‚Faction‘ im Bereich Prosa eine literarische Darstellungsform ist, in der Fakten (engl. facts) und Fiktives (engl. fiction) miteinander verbunden werden, haben wir von Sudijumi den Begriff ‚Fictionage‘ für uns so definiert: Wir nehmen Fakten aus einer Reportage (unser Kurs und Hintergrund aus von uns besuchten Ausbildungen) und verarbeiten diese mit Fiktion; unser Anspruch dabei ist, dass diese Erzählung, die daraus entsteht, durchaus so hätte stattfinden können.

Warum erscheinen diese Fictionagen bei epubli?

Wir sind Autorinnen, die gerne selbst verlegen, obwohl wir auch bei bekannten Verlagen Bücher veröffentlicht haben, u.a. ein PR-Buch, in dem Authentizität thematisiert wird, und ein Buch über Schreibberufe. epubli gibt uns die Schnelligkeit und Selbstständigkeit, die wir benötigen, um uns eines Nischenthemas annehmen zu können und es öffentlich zu würdigen.

Wer mehr möchte als nur lesen: Wie geht es dann weiter?

All diejenigen, die Fragen zur Schreib- und Kunsttherapie haben, können sich gerne an uns wenden, wir beraten zunächst telefonisch oder per e-Mail.

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Anmerkungen einer Schreibexpertin

‘Zum Schreiben berufen’, so titelte am 14. September 2014 Patrick Wildermann im Tagesspiegel. Gespannt, was der Artikel bringen würde, schlug ich ihn auf – und legte ihn ein wenig enttäuscht gleich wieder zur Seite. Vorgestellt werden relativ herkömmliche Berufe, wie ich sie schon 2011 in meinem Buch ‘Wie Kreatives Schreiben beflügelt – auf dem Weg zum Traumjob’ gemeinsam mit Lena Hach beschrieben habe.

Empfohlen werden im Tagesspiegel Interviews mit ‘Berufsprofis’ aus dem Internet. Schön, aber: Nicht erwähnt, leider, das Buch ‘Die Macht der Worte’, das Michael Firnkes und ich 2012 begonnen haben und das 2013 bei mitp business erschienen ist. Untertitel: ‘Schreiben als Beruf’. Darin stellen wir die neueren Schreibberufe vor, wie sie zum Teil durch das Internet entstanden sind oder eben dank Studiengängen wie dem M.A. Biografisches und Kreatives Schreiben an der Alice-Salomon-Hochschule professionalisiert werden.

Wir Autoren haben uns bemüht, zu jedem Interview Hintergrundwissen zum Beruf einfließen zu lassen. Gibt ‘ne Menge guter Bewertungen bei Amazon – danke, Leute! Wer also ein neues Spektrum an Schreibberufen kennen lernen möchte – jenseits von den bekannten Berufen wie Journalisten, Dramatikern, Schriftstellern und Werbetextern – dem sei empfohlen, sich hier in meinem Blog einen kurzen Überblick zu verschaffen und dann in die Tiefe zu gehen… gerne stehe ich für Fragen zur Verfügung, denn nach 30-jähriger Tätigkeit im Schreibberuf habe ich Erfahrung in all diesen Gebieten.

Die Fragen im folgenden Text hat mir eine Journalistenkollegin gestellt.

Schreibberufe…  in denen nicht nur geschrieben wird…
Welche Berufe sind das?
Schreibpädagoge/Dozent für Kreatives Schreiben, Schreibtrainer, Schreibtherapeut, Schreibcoach, s. Berufe aus der ‘Macht der Worte’, mitp business 2013

Wo kann man damit arbeiten?
Schreibpädagoge/Dozent für Kreatives und Wissenschaftliches Schreiben: an der Uni, bedingt auch an Schulen, Instituten wie dem DIL, dem Deutschen Institut für Lerntherapie, Volkshochschulen, … als Schreibgruppenleiter zur Literarischen Geselligkeit fast überall, wo ein Raum und Kundeninteresse zur Verfügung steht.

Schreibtrainer:
• in Unternehmen wie Banken, Institutionen wie dem Theater, Behörden usw. …

Schreibtherapeut:
• In eigener Praxis mit Klienten, die den Weg in die Kreativität finden wollen, Selbsterkenntnis erlangen oder Problemlösungen finden;
• Autoren mit Schreibhemmnissen
• in Projekten wie beim ubs.e.V. (Verein für Umwelt, Bildung und Soziales),
• in Kooperation mit Psychotherapeuten,…
• in 4* Hotels, die Interesse an ‘Gesundheitsförderndem Kreativem Schreiben’ haben

Schreibcoach/Schreibberater:
• bei Self-Publishing-Verlagen wie e-publi sollte es zusätzlich zum Lektorenservice mittelfristig eine Möglichkeit geben
• bei Unternehmen in der Internen Kommunikation als Schreibcoach von Geschäftsführern und Personalleitern, oft auch bei Bereichsleitern, die intern eigene Newsletter für ihre Mitarbeiter herausgeben wollen
• bei Unternehmen in der Externen Kommunikation als Schreibcoach von Marketing-Experten
• bei Studi-Lektor.de,
• bei privaten Klienten, die Autor werden wollen, oder andere Texte erarbeiten – vielleicht auch ihre Lebens-Abschnitts-Biografie schreiben
• im Internet, als Ratgeber und Kursanbieter

Wie und wo kann man eine Ausbildung machen?
• Schreibpädagoge/Schreibtherapeut: an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin http://www.ash-berlin.eu/fileadmin/user_upload/pdfs/Studienangebot/Master/Biografisches_und_Kreatives_Schreiben/BKS/Flyer_BKS_2014_WEB.pdf
• Eine relativ kurze Intensiv-Ausbildung gibt es beim IEK Berlin (Schreibtherapeut) http://www.iek-berlin.de/ausbildungen/therapeutische-und-paedagogische-ausbildungen/schreibtherapeut-ausbildung
• Schreibcoach: Bei Gerd Bräuer in Freiburg https://www.ph-freiburg.de/deutsch/institut/mitglieder.html

Was unterscheidet sie von bisherigen Schreibberufen?
In bisherigen Schreibberufen wie Journalist, Autor, Dramaturg, Blogger, Werbetexter schrieben wenige Auserwählte; jetzt erkennt man (wie bei den Angelsachsen schon lange), dass Schreiben zum Teil auch Handwerk ist bzw. die Funktion hat, einen direkten Draht zum Unbewussten herzustellen. Schreiben als reflexive Praxis! Daher liegt der Hauptunterschied in den Pädagogik- oder Künstlerischen Therapie-Kenntnissen, die Schreibpädagogen oder Schreibtherapeuten haben müssen.

Welche davon sind echte Berufe und welche ergänzende Dienstleistungen?
Alle diese Berufe können echte Berufe sein – evtl. Spezifizierungen/Zusatzausbildungen, z.B. von Pädagogen oder Psychologen

Kann man damit Geld verdienen?
Ja. Einige unserer Kollegen sind so gut im Geschäft dass sie Aufträge ablehnen müssen, weil sie es zeitlich nicht mehr schaffen. Andere haben es schwer in diesem recht jungen Berufsfeld – auch, weil es noch viel zu wenig Berichte und Veröffentlichungen über dieses Feld gibt.
Mich persönlich reizt besonders das pädagogische Gebiet des Schreib- und Lerntherapeuten: Es reicht von “Wohlbefinden und Freude über Schreibübungen erzeugen” “Im Flow sein”, ”Schreiben als reflexive Praxis’ über ‘Schreibend lernen’ hin zu ‘Schreibend sich selbst erkennen und Probleme lösen’ oder gar ‘Schreibend sich selbst motivieren’. Also, liebe Medienvertreter, noch viele Themen, zu denen Sie künftig Aussagen oder gar Bücher von mir finden können.
Mittlerweile gibt es die Gesellschaft für Schreibdidaktik, aus der vielleicht einmal der Berufsverband der Schreibdidaktiker/Pädagogen entspringen wird:
http://schreibdidaktikundschreibforschung.wordpress.com/ und eine zusätzliche Informationsquelle kann http://www.schreibberater.info/ sein.

Herzliche Grüße –
Susanne Diehm

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Die beste Zeit des Jahres

Einer meiner Lieblings-Workshops findet jedes Jahr im September im Hotel Hochschober auf der Turracher Höhe statt. Obwohl Gitta Schierenbeck und ich als Kursleiterinnen natürlich auch gefordert sind, kommen wir Jahr für Jahr mit einem Lächeln auf dem Gesicht zurück.

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Nicht nur, weil wir das Ambiente des Hotels so toll finden (siehe auch meine Fictionage zur Schreibtherapie… hier) mit Chinaturm und beheiztem Seebad, die Küche selbst einen Veganer begeistern wird und wir die vielen Dienstleistungen, die das Hotel bietet, genießen dürfen. Der Hauptgrund der Freude sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mit wundervoller Leichtigkeit Texte schreiben, ins Nachdenken kommen und Grenzen überwinden, von denen sie gar nicht wussten, dass sie existierten.

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Was sagten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dieses Mal? ‚Lustig war’s, berührend, überraschend, wohltuend, ohne Druck kreativ sein zu können und wieder einmal mit der Hand zu schreiben. Der Höhepunkt des Kurzurlaubs…
Dieses Mal haben wir uns vorgenommen, ein Büchlein aus den Texten zu machen und auch andere zum Schmunzeln zu bringen… Mehr bald hier.

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