Warum Patientenbibliotheken so wichtig sind

Gundula Wiedemann in der Patientenbibliothek am Charité Benjamin Franklin Krankenhaus

In den Patientenbibliotheken treffen Literatur und Medizin hautnah aufeinander.  Hier entfaltet das Wort seine heilende Wirkung, vermittelt durch die Patientenbibliothekare und ihre wertvolle Arbeit. 

Die Künstlergilde für Medizin und Kultur www.eukmk.eu setzt sich für eine ganzheitliche Medizin und den verbesserten Umgang/Dialog von Ärzten, Patienten und auch Vermittlern wie Bibliothekaren und Schreibtherapeuten ein. Mit Büchern wie „Mit Schreiben zu neuer Lebenskraft“ -ein Übungsbuch für Patientinnen mit Krebserkrankung-  und der Anthologie „Bauchgefühle“ -Patientinnen schreiben über ihre Krankheit- inspirieren wir als biblio- und schreibtherapeutische Coaches dazu, dass Patientinnen „in den Ausdruck kommen“ und das Lesen und Schreiben  als hilfreichen Teil des Heilungsprozesses annehmen.

Dabei hilft es, wenn  die Bibliothek als Ort der Begegnung, als Lese- Schreib- und Erlebnisort unterstützt und gewürdigt wird und Bibliothekare entsprechende Schreibseminare konzipieren und anbieten dürfen.

Im Interview erzählt Gundula Wiedemann von ihrer täglichen Arbeit – lesen Sie meinen Artikel bei Reliaslearning: https://www.reliaslearning.de/blog/patientenbibliothek-an-der-charite-traegt-zum-heilungsprozess-bei

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Weiterbildungen Schreiben für die Gesundheit

auf der Basis des Gesundheitsfördernden Kreativen Schreibens mit Susanne Diehm

Sie haben den Artikel im Magazin Lebenlang.de gelesen und wollen auch Schreibgruppen aufbauen und leiten? Mit der Schreibtour haben wir* viele Kliniken besucht und das Konzept des Gesundheitsfördernden Kreativen Schreibens (GKS) vorgestellt. An der Charité Berlin wird das Schreiben als Kreativtherapie an zwei Standorten eingesetzt.

(*GKS wurde von Jutta Michaud und Susanne Diehm gemeinsam entwickelt, um u.a. Einzelinteressen gerecht zu werden und mehr Termine anbieten zu können, führen wir unsere Weiterbildungen jetzt getrennt durch)

Die nächsten Termine meiner Weiterbildung für Therapeuten, Coaches, Leiterinnen von Selbsthilfegruppen und Bibliothekare:

GKS I: Grundlagen des Gesundheitsfördernden und crossmedialen Kunsttherapeutischen Kreativen Schreibens

8.-10. November 2019 im Schreibsalon Schöneberg, eine Woche später GKS II,  15.-17.11.2019 GKS II, s.u.

GKS I gibt Ihnen in Kombination mit unserem Buch „Mit Schreiben zu neuer Lebenskraft“ das Grundverständnis des Gesundheitsfördernden Kreativen Schreibens und Selbsterfahrung, wie die Schreibanregungen wirken. Wie es begonnen hat, dass Kliniken wie die Charité jetzt neben kunsttherapeutischen Angeboten auch das Schreiben einsetzen und was es mit der Schreibtour auf sich hat – wohin es gehen könnte, wie Organisationen wie die Europäische Künstlergilde für Medizin und Kultur sich für künstlerische Therapien einsetzen – all das erfahren Sie. Nicht zuletzt auch, in welchen Bereichen GKS eingesetzt werden kann.

GKS II: Konzepte Gesundheitsfördernden und crossmediales Kunsttherapeutisches Kreatives Schreibens für Ihre Zielgruppe

Sie nehmen die Sicherheit mit, Konzepte für Ihre Zielgruppe erstellen zu können und erarbeiten ein erstes Schreibstunden-Angebot nebst Ausschreibung. Dabei hilft, dass Sie im Kurs Ihre Signature Story verfasst haben, die erklärt, warum Sie genau die richtige Person für dieses Angebot sind. Sie lernen mehr über Schreibpädagogik und Feedbacks, die Sie während Ihrer Arbeit mit Schreibgruppen einsetzen werden.

GKS IIL: Ergänzende Übungen Kunsttherapeutisches Kreatives Schreibens für Ihre Zielgruppe: Diesen Kurs gibt es erst im nächsten Jahr wieder, voraussichtlich 6.-8. März.

Kosten und Zeiten, mehr Hintergrundinfos s. – https://sdiehm.wordpress.com/schreibweiterbildung/

ich freue mich auf Sie –

Susanne Diehm,

M.A. Biografisches und Kreatives Schreiben, Kunst- und Kreativtherapeutin, Autorin

https:/www.susanne-diehm.de

Meine Bücher -zum Teil mit Coautoren- sehen Sie in der rechten Spalte

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Envelope Poems – Briefumschlags-Gedichte

Ein Fund auf meiner Canada-Reise, die mich mit viel frischer Luft, rot-verfärbten Blättern des „Indian Summer“ und intensiven Familienbegegnungen versorgt hat; in einer kleinen Buchhandlung in Montreal zog meine Cousine, die Künstlerin Eva Brandl, dieses kleine Buch zu Emily Dickinsons Angewohnheit, Gedichte zu verfassen, aus dem Regal;

Briefumschlags-Gedichte

In filigraner Schrift hat Emily in den 1880er Jahren ihre Gedichte geschrieben; ca 1800 Gedichte, wovon nur ca. ein Dutzend zu Lebzeiten veröffentlicht wurden. Sie erfand sich eine Gefährtin, eine 18-jährige irische Magd, sie schrieb über Ruhm und Erfolg; heiratete nie. Und sie schrieb auf wundersamen Materialien:

Mut zum eigenen Schreiben finden:

Man merkt es den Gedichten an, dass sie selbstvergessen geschrieben sind, ohne auf einen Leser zu schielen; das ermutigt uns, es genauso zu machen; einen alten Briefumschlag aus der Kiste der Erinnerungen zu ziehen, und ihn zu be-schreiben: mit Gedanken, die uns durch den Kopf ziehen; vielleicht Erinnerungen an den Sender des Briefes, unsere Beziehung zu ihr oder ihm, unsere Gefühle heute… einfach so, ohne Reim, nur Gedanken, festgehalten auf einem Papier, das nicht viel Platz lässt und so schon für „Verdichtung“ sorgt. In unserer unüberschaubar gewordenen Welt ist es gut, wenn wir selbst für Orientierung sorgen können und das, was für uns die Wirklichkeit ist, festhalten…

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Schreib-Schnupper-Workshop in Freiburg

https://www.schreibtour.info/veranstaltungen/freiburg/

Sie sind herzlich eingeladen – bitte melden Sie sich an.

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Krebs, Kommunikation, Kreativität

Freue mich über das ausführliche 360-Grad Gespräch von Claudia Poguntke im Online-Magazin Lebenlang.de, hier kommen Patientin, Chirurg, Psychosomatische Ärztin und Schreibtherapeutin zu Wort. Neben der Charité haben wir auch in meinem Schreibsalon gearbeitet, wo ich u.a. auch Weiterbildungen im Bereich Schreiben als Kunsttherapeutische Intervention anbiete.

Mit dem Gesundheitsfördernden Kreativen Schreiben haben ursprünglich Jutta Michaud und ich bei unterschiedlichen Institutionen gearbeitet, jede entwickelt es auf ihre Art jetzt weiter. Finde, dass in dem Artikel u.a. gut herausgearbeitet ist, was diese Art Schreibworkshops betroffenen Frauen bringen. Aber es gibt noch viel mehr Aspekte… bitte lesen!

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Von lähmenden Gefühlen befreien

Stephan Konrad Niederwieser – Nie mehr schämen – wie wir uns von lähmenden Gefühlen befreien. Kösel-Verlag

https://www.randomhouse.de/Buch/Nie-mehr-schaemen/Stephan-Konrad-Niederwieser/Koesel/e536502.rhd

Bevor ich dieses Buch in der Hand hatte, war mir nicht bewusst, dass „Scham“ sich wie ein roter Faden durch das Leben ziehen kann. Das Buch des Heilpraktikers und in vielen therapeutischen Methoden ausgebildeten Autors, der auch mit seinem Buch „Das Trauma von der Seele schreiben“ überzeugte, soll Leserinnen und Lesern helfen, sich ihrer Scham bewusst zu werden, aber auch ihrer Strategien, mit denen sie sich vor Scham schützen.

Im Buch gibt es Fallbeispiele und viele Anleitungen, die helfen können, sich von der Scham,  bzw. Reaktionen darauf, zu befreien. Denn mit Scham verbunden sind oft Gefühle wie Angst, Schuld, Wut, ein fast physischer Schmerz – all diese Emotionen verursachen ein tiefes Unwohlsein. Scham blockiert. Sich von negativen Selbstbildern zu lösen und frei zu werden für ein Leben ohne Scham – wie der Autor es beschreibt –, dazu finden sich hier viele Anregungen. Ich kenne Glückstagebücher oder Dankbarkeitstagebücher, aber dass ich auch ein Schamtagebuch führen könnte, das war mir nicht bewusst. Aber natürlich, ganz klar Worte dafür zu finden ist ein erster Schritt. Wenn man ein Tagebuch führt, in dem Schamthemen gelistet sind – oder Veränderungen im Erleben nach Ausführen der Übungen -, dann geht man sozusagen auf die Metaebene und kann im Perspektivwechsel von dort viel besser betrachten, welche merkwürdigen Verhaltensweisen Schamempfinden hervorruft.

 Vom Problem geht es zur Lösung. Es gibt viele Formen von Scham. So meint der Autor: Die Scham, nicht gesehen zu werden, die Scham, Erwartungen nicht erfüllen zu können, Scham aufgrund mangelnder Fähigkeit, in Kontakt zu treten oder sogar Scham für empfundene Liebe, die Scham nicht dazu zu gehören, die Scham haben, sexuell nicht zu genügen und die Scham über die eigene Herkunft. Dem gegenüber stellt der Autor eine Übung, in der notiert wird, wie es denn wäre, die eigenen Träume zu leben, jenseits von Scham und Einschränkungen. Das ist nur eine von vielen Gegenüberstellungen, die in diesem Buch zu finden sind. Der Autor stellt Lebensstile vor, wie wir uns vor Scham schützen. Nicht nur uns selbst, sondern auch unsere Kinder.

Auch die Geschwister der Scham werden betrachtet: Schuld, Angst und Wut. Alles sehr einfühlsam und kompetent beschrieben. Es liest sich sehr gut, und ich bin aus dem Staunen nicht mehr heraus gekommen. In so vielen Themen scheint Scham der Ausgangspunkt zu sein, auch wenn es niemals unsere Schuld gewesen ist, in eine Situation hinein geboren zu werden, in der eine unbewusste Scham sich entwickelt. Wie der Weg in ein befreites Leben ohne Scham führt, lehrt Autor und Therapeut Stephan Konrad Niederwieser einfühlsam. Sehr empfehlenswert!

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„Ich schreibe, also bin ich“ Artikel im Lyons-Magazin

Wir freuen uns sehr, dass Wulf Mämpel unser gemeinsames Buch mit Professor Sehouli „Mit Schreiben zu neuer Lebenskraft“ in der aktuellen Ausgabe des Lions-Magazins (S. 9) rezensiert hat. https://www.lions.de/documents/10181/22088505/LION-2019_06-19.pdf/16192727-fe59-4c3d-b4d9-72d0d428985d?t=1560944723222

LION ist die Mitgliederzeitschrift der Lions Clubs in Deutschland. Sie erscheint achtmal im Jahr und wird an jedes der über 52.000 Mitglieder per Post an die Privatanschrift geschickt. Ziel der Zeitschrift ist es, jedem Mitglied Informationen über alle internationalen und nationalen Aktivitäten aus dem Kreis der Lions zu geben. Dazu gehört ein Grußwort des International President und Informationen über die Wirksamkeit aller Hilfsmaßnahmen. Dabei steht das Ziel der Clubs „We Serve“ immer an erster Stelle.

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