Schreibcoaching- und Dialog-Raum

mit Bibliothek des Kreativen Schreibens

 

Zugang finden… im Austausch sein… informiert werden… Neues entdecken… lesen oder schreiben

Momentan ist alles im Umbruch bei mir, meine neue im Entstehen befindliche Webseite www.susanne-diehm.de zeugt davon…  Dank unserer Schreibtour und verstärkter Schreibcoachings auch in Heidelberg bin ich viel unterwegs. In Berlin bin ich dabei, eine kleine Bibliothek des Kreativen Schreibens in meinem Schreibcoaching-Kreativ-Zeit-Raum am Kleistpark aufzubauen.  Neben unseren eigenen Büchern  sind die Regale voll mit vielfältigen Werken zum literarischen, gesundheitsfördernden, kreativen, beruflichen und wissenschaftlichem Schreiben. Verlage dürfen gerne ergänzen!

Lese-Café – was wirkt stärkend?

Wir planen ab Herbst jeden ersten Mittwoch des Monats ein Lese-Café mit bibliotherapeutischem Schwerpunkt – d.h., wir treffen uns und unterhalten uns über Ihre Lieblingsbücher und was Sie stärkend und begeisternd an ihnen finden. Bitte melden Sie sich an zu diesem Format. Begegnung und Dialog ist unser Ziel! Spenden erwünscht, für Getränke sorgen wir.

Raum für Sie

Autorinnen und Caoching-Kollegen können den Schreibcoachingraum mit Kreativ-Bibliothek nach Absprache zum Lesen, Schreiben, für Einzelcoachings oder besondere Anlässe wie Lesungen nutzen. Die Literaturwissenschaftlerin und Designerin Karin Spura, die ihre wunderschönen „Accessoires aus dem Hinterzimmer“ im Nebenraum fertigt, steht Ihnen dann als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Wir vernetzen uns gern und freuen uns auf den Austausch mit Ihnen. Bitte erfragen Sie die Konditionen.

Herzliche Grüße,

Susanne Diehm

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter AKTUELLES

Kommunikationskampagne für das Schreiben

„Die Schreibtour geht auf Deutschlandtour.“
Unter diesem Titel stellt Sudijumi gemeinsam mit der Stiftung für Eierstockkrebs eine Kommunikationskampagne für das Gesundheitsfördernde Schreiben vor. Unsere Partner vor Ort sind exzellente medizinische Kompetenzzentren und Patientenorganisationen. Dort präsentieren meine Teamkollegin Jutta Michaud und ich  als Teil einer größeren Veranstaltung unser Buch, halten einen Vortrag und laden zu einem Schreibcafé ein.

Noch sind nicht alle Termine bekannt, aber nach und nach werden die Lücken gefüllt:

www.schreibtour.info

Unser Buch kann hier bestellt werden: randomhouse.de/Paperback/Mit-Schreiben-zur-Lebenskraft/Susanne-Diehm/Koesel/e545607.rhd

Wir freuen uns natürlich über Rezensionen, denn wir sind überzeugt von unserer Methode, und freuen uns, dass  wir den Nutzen des Schreibens beleuchten dürfen.
Das war das Plakat für die ‚Auftaktveranstaltung in Berlin:
IMG-20180610-WA0006

2 Kommentare

Eingeordnet unter AKTUELLES

Techniken des Kreativen Schreibens: Triptychon Gestern – Heute – Morgen

 

 

Ich möchte hier ab und zu Techniken und Methoden des Kreativen Schreibens vorstellen, wie sie auch in der Gesundheitsförderung wunderbar eingesetzt werden können. Die Bilder oben habe ich gewählt, damit „Mir geht ein Licht auf“ und das „Schreiben“ verknüpft werden. Gerne dürfen Sie auch meinen Schreibsalon am Kleistpark für solche Übungen als Kreativ-Zeit-Raum nutzen, ob nur als inspirierenden  „Raum der Stille“ oder mit Schreibanleitung, das bestimmen Sie!

Erstaunt habe ich festgestellt beim Scannen des Internets: „Gestern – Heute – Morgen“ ist auch eine Übung der Anonymen Alkoholiker: http://www.aa-pur.de/Gestern-Heute-Morgen.pdf

Ein interessanter Ansatz,  mir jedoch für die Zwecke spielerischen und freudvollen Umgangs mit Gesundheit zu rigide; ich glaube daran, dass das Entfalten von Kreativität der Prävention dient. Und Kreativität beginnt oft, indem man bei sich selbst forscht, was denn schon da ist an assoziativen Verknüpfungen, und denen dann nachspürt.

Schreibend zu gesundheitsförderndem Verhalten

Mit einem Gedicht herausbekommen, was los ist; Gefühle wahrnehmen und artikulieren; Wirksatz erstellen, fiktive Geschichte dazu; verankern.

Heute habe ich den Triptychon Gestern – Heute – Morgen

selbst eingesetzt, weil ich mich in der Wahrnehmung von Gefühlen und deren Ausdruck stärken will.

Das war meine Anfang:

Gestern war Verwirrung , Verstörtheit und Erkenntnis

Heute ist  Empörung und Freisetzen

Morgen ist wieder Fröhlichkeit, frohes Schaffen und Leichtigkeit

Nach dem Schreiben habe ich gemerkt, dass ich vom Bauch, der mir Gefühle anzeigt, sofort wieder zu meinem Kopf eile und versuche, die Gefühle zu deuten und einzuordnen; von daher klingt es „kopfig“. Für heute habe ich beschlossen, dass das so gut ist, ich lasse die Substantivierung, die „ungs“ und „keiten“ stehen, weil es mir zeigt, dass ich noch nicht schreiben mag:

Gestern war ich verwirrt

Heute bin ich wütend

Morgen wieder froh

Aber indem ich beide Formen aufschreibe, lege ich den Weg frei, meine Gefühle zu akzeptieren, die Schleusen zu öffnen. Den Weg frei, um mich zu artikulieren, meinen Gefühlen Ausdruck zu geben, und zwar bevor die Emotionsbombe platzt. Mir tut das gut, weil ich viel zu oft meine Gefühle zwar wahrnehme, aber beschließe, „ich mach das mit mir ab„, ich stelle niemanden zur Rede; nicht weil ich konfliktscheu bin, sondern weil ich bislang der Meinung war, dass man anderen Menschen den Freiraum gibt, den sie brauchen, und dass das meine Aufgabe sei, diesen Zustand zu ermöglichen. Da mir aber zunehmend begegnet, dass das missverstanden wird und zu Übergriffigkeit führt, mir danach bestimmte Verhaltensweisen auf den Keks gehen und mir dann auch noch vorgeworfen wird, dass ich zu spät Einhalt gebiete, – uff, langer Satz – übe ich das jetzt mal anders und probiere es aus! Achtung Welt, ich komme:

Gestern war ich still und hörte zu

heute  unterbreche ich, spreche an und lass es raus

morgen bin ich klar, mit mir im Reinen und lache

Um die Veränderung besser zu verankern, hilft ein zusammenfassender Satz, der zeigt, was sich geändert hat und was ich künftig tun will:

Ich achte mehr auf meine Gefühle wie Wut und Irritation,  schätze sie als Zeichen, lasse sie  mein Gegenüber adäquat wissen, und fühle mich dann ausgeglichen und zufrieden. 

Dadurch, dass ich mir diese Schritte erarbeitet habe, sitzt der neue „Wirksatz“ viel besser, als wenn ich ihn nur irgendwo gelesen hätte, denn ich habe ihn jetzt quasi erlebt; jetzt könnte als Übung die Geschichte einer Frau kommen, die

a) in der ersten Szene den Konflikt hat, dass sie immer in Situationen gerät, in denen sie ihre Gefühle zugunsten von anderen zurückstellt

b) in der zweiten Szene das erkennt

c) In der dritten Szene den Ausstieg findet, die Lösung ihres Problems

Unser Gehirn weiß auf einer unbewussten Ebene nicht, was wirklich und was ausgedacht ist; insofern können wir uns das verankernd mit bewussten Schreibimpulsen nutzbar machen. Hausgemachtes Storytelling, Geschichten und Bilder gehen in unser „Erfahrungswissen“ ein, und wir können sie abrufen, noch bevor  wir in einer Situation sind, die wir nicht haben wollen. Unsere Geschichten können uns dann leiten und wir sind uns selbst der beste Coach.

Beste Grüße,

Susanne Diehm

Ein Kommentar

Eingeordnet unter AKTUELLES

Herzens-Yoga im Hotel Hochschober

DSC09060

Foto: Karina Wagner

In den vergangenen fünf Jahren haben wir im Hotel Hochschober einmal im Jahr eine Schreibwoche angeboten. Unter dem Motto „Stress reduzieren, Schreiben probieren“, lernten  Hotelgäste auf vergnügliche Art und Weise, wie sie den Alltag hinter sich lassen und schreibend Kraft sammeln können. Das „Wortreich“ im Hotel Hochschober und das „Chinesische Teehaus“ – ideale Kraftorte für Menschen, die bei sich selbst ankommen wollen. Das unvergleichliche Ambiente zwischen Bergen und Seen fördert die Gesundheit, die Umgebung und das liebevolle Umsorgen im Haus stärken. Diese Seminare dort waren Vorläufer der Schreibseminare zum  Gesundheitsfördernden Kreativen Schreiben, die ich jetzt als Teil von Sudijumi gemeinsam mit meiner Teamkollegin Jutta Michaud an der Charité für Patientinnen anbiete. Was gestressten Menschen hilft, unterstützt auch in der schweren Krise, die eine Erkrankung mit sich bringt. Vielleicht lassen sich auch schwere Krankheiten eher abfedern, wenn man schreibt?

Momentan ist das mein Schwerpunkt: Schreiben als Lebenshilfe für gesunde und weniger gesunde Menschen. Ein Angebot, mit dem wir jetzt dank einer Stiftungsinitiative durch 10 Städte in Deutschland, Österreich und Schweiz touren, Vorträge und Schreibworkshops halten und unser Buch „Mit Schreiben zur Lebenskraft“ vorstellen.

Yoga und Schreiben

Heuer (wunderbares Wort, oder?), also in diesem Jahr, hatte ich mir vorgenommen, für meine Schreibklienten zu schauen, wie ich ihnen aus dem Yoga Übungen und Einstellungen mitbringen kann, die ihnen helfen, besser zu leben. Yoga bedeutet Verbindung, etwas zusammen zu führen, das zusammen gehört; ich habe schon gute Erfahrungen mit Yoga und Schreiben gemacht. Abgesehen vom persönlichen Bedürfnis, selbst mal Ruhe zu finden, habe ich mich dafür im Hotel Hochschober für eine Woche einquartiert, denn ab dem 24.6. war Karina Wagner mit einem Herzens-Yoga-Kurs angekündigt. Ich kannte Karina und ihre Arbeit aus einem Besuch in einem anderen Jahr und schon damals hatte sie mich als Persönlichkeit und mit ihrem Angebot sehr beeindruckt. Wer den Blick aus dem Chinesischen Teehaus, in dem die Yogakurse stattfinden, kennt, der weiß, dass diese Veranstaltungen mit dem Blick auf den See eine eigene Tiefe bekommen. Jeden Tag waren Wolken und Wasser anders, auf der linken Seite dann noch der Blick auf knorrige, windzerzauste Bäume… das war, als ob man in einem Platz zwischen Himmel und Erde spirituelle Übungen machen würde um sich seines eigenen Glaubens zu vergewissern.

So war es auch dieses Mal.

Karina Wagner

Yoga ist für Karina weit mehr als nur sportliche Betätigung. Das Yoga, das sie anbietet, durchströmt das Herz und beginnt die Sicht auf das Leben zu verändern. „Rosarotes Yoga“ nannte es eine Tischnachbarin „Aber wenn man sich darauf einlässt, beginnt es zu wirken, das ist schon sehr erstaunlich!“

Karina hat Heil- und Lichtarbeit an vielen Ursprungsorten erlernt und vor allen Dingen hat sie selbst eine schwere Erkrankung überwunden – das macht sie so glaubwürdig. Ihr Yoga des Herzens ist ein spirituelles Yoga. Eine Öffnung dafür ermöglicht es der oder dem Yoga-Praktizierenden, eine tiefe Berührung und Freude zu empfinden. Bis hinein in jede Zelle fühlte ich mich erfrischt an manchen Tagen in dieser Woche. Karina ist großzügig in allem was sie gibt: Direkt nach dem Ende der Woche hatten alle Teilnehmenden schon die genauen Beschreibungen im E-Mail-Eingangsfach, Übungen aus dem Kundalini-Yoga, Atem-Meditationen, Tibetische Lichtmediation,  aber auch „Goldene Energieübungen“.

Ob das alles auch ohne ihre starke Präsenz wieder herzustellen ist, das muss die Zukunft zeigen. Karina ist zweimal im Jahr im Hotel Hochschober und leitet ansonsten den Pilgerhof in St. Wolfgang in Bayern.

Energiearbeit

Mir wurde in dieser Woche klar, dass auch meine Schreibanleitungen „Energiearbeit“ sind. Sie helfen Menschen, verschütt liegende Energie wieder wach zu machen, Blockaden zu lösen, wieder ganz zu werden und das neue Bewusstsein ihrer Kreativität wie ein Geschenk zu empfangen. Karina hat mir klar gemacht, dass ich für jeden meiner Klienten eine eigene, ihm angemessene Sprache finden muss, damit ich das, was möglich ist, bewirken kann. Die Macht der Worte, die aus dem Herzen kommen und im Herzen landen, die in andere Sphären führen, war mir vom Kopf her immer schon klar, aber hier durfte ich sie erfahren und sie fanden in Leib und Seele Ankerpunkte. Am liebsten würde ich wieder Yoga- und Schreibübungen kombinieren…das kommt vielleicht in der Zukunft.  Für diese Erlebnisse und die Intensität all dieser lichtvollen Augenblicke danke ich dem Hotel Hochschober und vor allem Karina Wagner.

 

Susanne Diehm

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter AKTUELLES

Charité_kreativ stellt Gesundheitsförderndes Kreatives Schreiben vor

IMG-20180610-WA0006

Hier mehr zum Start der neuen Wissens- und Schreibtour:

https://stiftungeierstockkrebs.de/start-der-neuen-wissens-und-schreibtour-kreativ-und-informiert/

Wir freuen uns,  das Gesundheitsfördernde Kreative Schreiben jetzt in Kooperation mit der Charité und Stiftung Eierstockkrebs in den deutschsprachigen Ländern vorstellen zu dürfen als Teil eines Größeren Ganzen; finden es großartig, wenn Kreativtherapien jetzt stärker in den Blick der Öffentlichkeit kommen.

Der Raum unserer ersten Veranstaltung ist ein Traum, auf der einen Seite Blick zum Dom, auf der anderen Seite Blick zum Schloss… und das Programm verspricht… aber sehen Sie selbst!

Montag, 18.6.2018, 16 – 20 Uhr,

Humboldt-Box, Eventraum „Domblick bzw. Sky-Lounge“ Schlossplatz 5, Berlin

      Hier ein wenig mehr zum Ablauf der Veranstaltung Charité-kreativ; unser Auftakt zu einer Rundreise durch Deutschland, Österreich und Schweiz! In Berlin geht es los. 

Neben unseren eigenen Aktivitäten, – Vortrag und dem Schnupper-Schreibworkshop – , freue ich mich am Montag auf den Beitrag des Psychologen Oliver Özöncel, der seinen Vortrag so angekündigt hat:

„Im Vortrag sollen verschiedenen Formen der Kunst- und Kreativtherapien (Musiktherapien, Mal-/Kunsttherapien, Schreib- / Poesietherapien, Tanztherapien) und auch die Unterscheidung von aktiven und passiven Kunsttherapien dargestellt werden. Welchen Stellenwert haben diese Therapieformen in der Psychoonkologie, aber auch in der Psychiatrie und Psychosomatik, und was bewirken sie?“

  1. Kreativtherapien aus psychologischer Sicht – Dipl.-Psychologe Oliver Özöncel, Charité
  2. Theater und Darstellende Kunst in der Krebstherapie – Birgit Oelschläger, Leiterin Theatergruppe für Krebsbetroffene
  3. Bewegung und Tanz für Krebsbetroffene – Sibylle Günther , Choreografin und Patientin
  4. Maltherapie – Katrin Rieke-Goetz, Kunsttherapeutin
  5. Gesundheitsförderndes Kreatives Schreiben – Jutta Michaud/ Susanne Diehm, Schreib-Coaches

Im Anschluss eine kurze Pause,

danach von 18.00 – 19.30 Uhr unser Schreibworkshop zum Mitmachen.

 Bitte hier anmelden

Es ist der Start der neuen Wissens- und Schreibtour! Wir freuen uns, wenn wir Ihnen live die Kraft des Schreibens näher bringen können  –

Susanne Diehm

 

 

2 Kommentare

Eingeordnet unter AKTUELLES

Hope@9pm in Berlin

HOPE_DANIEL ®ThomasEntzeroth (2)

Foto: Thomas Entzerotz

Warum finden Sie, geneigte Leserinnen und Leser, hier auf einmal eine Rezension über Daniel Hope, wo Sie sonst doch gewohnt sind, über neuste Trends im gesundheits-fördernden kreativen/biografischen Schreiben unterrichtet zu werden? Das hat zum Einen mit meiner persönlichen Biografie zu tun und zum Anderen damit, dass ich wahnsinnig gerne Salonkultur wiederaufleben lassen möchte – und sei es dadurch, dass ich darauf aufmerksam mache!

Eine musikalische Kostprobe: https://www.youtube.com/watch?v=3Y-hA-66ghs

Hope@ 9pm – 4 Termine für die Hauptstadt
Der Weltklasse-Violinist, Musik-Aktivist, Filme-Macher, Produzent und Autor Daniel Hope führt einen Salon … Sie wissen ja, im Sinne der „Berliner Salons“ im späten 18. Jahrhundert… einer Zusammenkunft von engagierten Menschen, die versuchten, Schranken zu überwinden. „Daniel Hope lädt das Publikum ein, sich mit ihm und seinen Gästen für 75 Minuten zu aktuellen Themen auszutauschen, die die kulturelle Zukunft der Hauptstadt prägen können.“, so kündigt der Pressetext des Berliner Konzerthauses das Event an. Hope@ 9pm, so heißt das Format, mit dem der prominente Gastgeber unserer Stadt einen Dienst erweist. Daniel Hope ist einer der populärsten Künstler des klassischen Genres, und nicht nur das, er ist auch Träger des Bundesverdienstkreuzes, aber das ist eine andere Geschichte.
Ich bedaure, nicht schon bei früheren Veranstaltungen dort gewesen zu sein, denn ich habe dank Daniel Hope und seinen Gästen Igudesman and Joo einen Abend voller Inspiration und Lebensfreude erleben können, ein wahres Feuerwerk an Aktion und Anregungen. Ich werde mich bald um neue Karten bemühen, denn die die nächsten Veranstaltungen will ich nicht versäumen. Schlimm genug, dass ich den letzten Talk mit Sebastian Koch verpasst habe, … muss unwiderstehlich charmant gewesen sein, so erzählten die Nachbarn am Salon-Tischchen.
Igudesman & Joo

Igudesmanandjoo_Credit by Management Igudesmanandjoo

Foto: Crédit by Management Igudesman & Joo

Dieses Mal erschienen die Gäste im Duo – Igudesman & Joo sind zwei besondere junge Männer, die es genial schaffen, Musikaliät und Witz zusammenzubringen. Wer eine Kostprobe haben möchte, sollte in ihre You-Tube-Videos schauen – und wer sie live erleben will und nicht in die USA, Italien oder Österreich fahren will, hat am 7. Dezember in Erfurt (Messehalle) die Chance, sie live zu erleben oder zuvor schon am 27. November in Berlin im Konzerthaus.
Ihr Humor funktioniert übrigens in all diesen Ländern; auch wenn es schwer fallen mag, sich Mr. Bean oder Charly Chaplin musikalisch untermalt vorzustellen – es hat etwas davon. Nur ist es lauter, schriller, und mit ungemeiner Musikalität inszeniert, was sie mit berühmten Orchestern wie dem der Tonhalle Zürich da so anstellen. Sie springen von Klassik zum irischen Volkslied, und Daniel Hope macht gut gelaunt mit, spielt auf dieser wunderschönen Geige, und was aus ihm und der Geige kommt, geht direkt ins Herz. Diese Violine, diesen Klang zu hören, das bleibt einem sehr lange im Ohr. Mir ist die Geige nah, habe mit argentinischem Geigenlehrer gelernt, und auch er zog keinen Graben ein zwischen E- und U-Musik, sondern spielte im Orchester und auch im Tango-Quartett. Gastgeber Hope und seine Gäste sind sich an der Yehudi Menuhin School begegnet, und dort muss ein besonderer Spirit geherrscht haben. Die künstliche Trennung von E- und U-Musik wollen sie aufheben, Konzerte attraktiver machen, eine jüngere Zielgruppe in die Häuser holen. Mit Julia und Maja, zwei jungen Nachwuchskünstlerinen, zeigten die Musiker, dass ihnen auch die Nachwuchsförderung ein Anliegen ist. Mit www.musictraveler.com helfen sie Musikern, Proberäume auf Reisen zu finden. Zum Abschluss entlockte Daniel Hope seinen Musiker-Kollegen mit dem Fragebogen von Marcel Proust überraschende Antworten.
Ein lebensfrohes, vitalisierendes Ereignis
Für viele im Raum war der Abend wie ein glücklich machender Cocktail, der gern auch ohne Alkohol sein konnte, weil er aus sich heraus so viel Freude brachte. Für mich war es fast ein spirituelles Erlebnis, dem Klang dieser Violine zu lauschen, die Daniel Hope spielt, weil sie mich fast schmerzlich an frühe Zeiten und Leidenschaften erinnert. Obwohl mir Musik genau wie das Schreiben eine Therapie ist, und schon in ganz jungen Jahren von hoher Bedeutung, habe ich mich jahrzehntelang kaum mehr „davon genährt“. Früher habe ich bei berühmten Musiktheater-Regisseuren wie Jean-Pierre Ponnelle hospitiert; konnte nicht ohne Mozart & Co – aber als Ponnelle 1988 starb, war es aus mit diesen wunderbaren Live-Events, einer Generalprobe in Zürich oder Salzburg, einem Theaterbesuch beim Schwetzinger Festival; und ich ließ davon ab und wandte mich anderen Themen zu. Dem Schreiben, der Schreibtherapie und dem Leben in Berlin. Jetzt sind meine Kinder groß, und dieses Konzert am Montag war der Auftakt zu einer neuen genussreichen Konzertserie, die habe ich mir versprochen, die will ich mir gönnen.
Der dramaturgische Bogen des Lebens
Ganz zum Schluss noch eine Anekdote: Ich durfte Daniel Hope schon früher begegnen, da muss er in seinen Teens gewesen sein, in der Künstleragentur Anglo-Swiss Artists seiner Mutter. In einem kleinen Innenhof gelegen, total romantisch und lebendig war es. Jeden Tag kam der Milchmann und sang „Oh what a beautiful morning, oh what a beatuiful day…“ Wie kam ich ausgerechnet dorthin? Ich war jung, mein Stipendium war beendet und dennoch wollte ich in London bleiben. Eleanor Hope, Daniel Hopes Mutter, ließ mich einen Tag als Sekretärin zur Probe arbeiten. Das fand ich großartig, arbeitete sie doch für Yehudi Menuhin, den ich anbetete. Am Ende des Probetages waren wir uns einig, dass ich nicht zur Sekretärin geboren war. Aber sie machte mir ein wunderbares Angebot: „Möchtest Du stattdessen meine Assistentin sein“? Mit Dankbarkeit im Herzen nahm ich an, auch wenn es mich irgendwann doch wieder nach Berlin zog. Wer weiß, wie mein Leben in London verlaufen wäre… Ich freue mich, dass Familie Hope hier in Berlin eine Heimat gefunden hat!
So gibt es zumindest 4x im Jahr carpe diem @ Hope@9pm.
Susanne Diehm

M.A. Biographical & Creative Writing

Europäische Künstlergilde_Logo_aktuell_2

 

2 Kommentare

Eingeordnet unter AKTUELLES

Collage Dream Writing

Ein schönes künstlerisches Interview mit der Psychologin Johanna Vedral zu ihrem neuen Buch Collage Dream Writing – bis zum 26. Mai verfügbar: Sendung hören unter folgendem Link (Timecode mit Intro)
http://oe1.ORF.at/player/20180520/513906/213723

Wer das Schreiben zu  eigenhändig gefertigten Collagen selbst erleben will, kann im September ins Schreibzentrum Berlin kommen:

https://www.schreibzentrum.berlin/veranstaltungen/collage-dream-writing-innere-orte-innere-personen-mit-soulcollage-sichtbar-machen/

Eine gute Gelegenheit, denn Johanna Vedral lebt und arbeitet in Wien und gibt Seminare u.a. im Schreibstudio Wien:
https://schreibstudio.at/dreaming/

Viel Spaß wünscht

Sudi

2 Kommentare

Eingeordnet unter AKTUELLES