Initiative Rosi – 40.000 „echte Männer“! gesucht

Vor 10 Jahren habe ich noch in der Öffentlichkeitsarbeit von Gillette gearbeitet – dort in der Unternehmenskommunikation nicht nur Slogans wie „The best a man can get“ notgedrungen in „Für das Beste im Mann“ übersetzt, sondern auch lokale Aktivitäten mit Fundraising unterstützt. Global war Gillette traditionell der Sponsor der WM, direkt hinter dem Tor prangte der Schriftzug, aber wir hier in Berlin haben nach Möglichkeit auch lokale Aktivitäten, u.a. zur Krankheitsbewältigung bei Brustkresbs, unterstützt. So gilt dem „Projekt Rosi“ meine Sympathie und ich freue mich, wenn viele „echte“ Männer mit dem traditionellen Männerbild brechen und sich hier hilfreich zeigen werden. Kein Aprilscherz, am 1.4. ist der Auftakt an der Charité: Die Frauenklinik liegt nicht wie das Krankenhaus Havelhöhe priviligiert im grünen Umfeld, sondern inmitten der Stadt.

Ein gutes Heilklima

Grund genug, die Chemotherapie-Ambulanz komplett umzubauen und ein gutes Heilklima herzustellen. Meinen Beitrag zum guten Heilklima und zur Lebensfreude betroffener Frauen leiste ich heute , nach einem weiteren Studium und Zusatzausbildungen, anders als damals: Aktiv, als Autorin und Schreibseminarleiterin, mit künstlerischen Therapieansätzen; mit von der Stiftung Eierstockkrebs und Tesaro gesponserten  Schreibseminaren zum Gesundheitsfördernden Kreativen Schreiben, einer Schreibtour durch Deutschland,  und unserem Buch. Aber viele Frauen müssen im Vorfeld erst durch die Chemotherapie durch,  kommen erst danach zu uns, um schreibend die Diagnose konstruktiv zu verarbeiten oder Ablenkung von ihr zu erfahren. Daher: Seien Sie einer der 40.000 Männer, die in der Crowd-Funding-Kampagne gesucht werden und gebeten, 10 Euro zu spenden für Frauen, die viele Stunden Lebenszeit in den Räumen verbringen müssen. Es sei Ihnen gedankt!  Am 1.4.  um 10 Uhr der Auftakt in der Charité, hier Ihre persönliche Einladung.

Einladung

Ihre SuDi

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Gutes Heilklima in die Klinik bringen

 

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Das Team: Susanne Diehm, Jutta Michaud, Jalid Sehouli, Adak Pirmorady

(Fotos Dr. Alexander Graeff)

 

In zwei Veranstaltungen – auf der Leipziger Buchmesse und im Haus Leben e.V. – konnten wir nicht nur unser Buch vorstellen, sondern kamen ins Gespräch mit anderen Autoren, Veranstaltern  und Patientinnen: Die Sehnsucht nach einer Klinik, in der ganzheitlich gearbeitet wird, ist bei Patienten, Therapeuten und Ärzten gleichermaßen vorhanden. „Alle wollen ein nicht nur technokratisches, sondern ein lebenswertes Umfeld zur Genesung, das alle Aspekte umfasst: Beste medizinische Betreuung Hand in Hand mit  therapeutischer und menschlicher Behandlung – dazu gehören umfassende Gespräche mit Ärzten, aber auch künstlerische Therapien, die Patienten unterstützen.  Also warum äußern wir das nicht lauter und fordern das ein?“ So Prof. Dr. Jalid Sehouli, Chefarzt Frauenklinik Charité. An seiner Klinik weht nicht nur ein frischer Wind, was künstlerische Therapien angeht: Im Raum, in dem die Chemotherapie gegeben wird, gibt es  Duftstoffe wie aus der Provence, um eine entspannende Atmosphäre zu schaffen.

Dr. Pirmorady wies in ihrem Vortrag zur Sinnhaftigkeit der Kreativtherapien u.a. darauf hin, wie schnell -im Vergleich zur Psychoanalyse- Schreibende an unbewusste Themen kommen, die sie dann kreativ bearbeiten können. Im Team mit ihr als gynäkologischer und psychosomatischer Ärztin haben wir regelmäßig Supervisionssitzungen verabredet. Wir freuen uns, gemeinsam Schritte in die Richtung des ganzheitlichen Arbeitens und hin zu gutem Heilklima tun zu können mit unseren Schreibkursen, unserem Buch und der Schreibtour durch Deutschland.

Schön war, auch die excellente Arbeit in Leipzig zu sehen: Im Haus Leben gibt es vielfältige Kreativangebote, u.a. auch Kunsttherapie für Kinder, denen es angesichts der Krebserkrankung eines Elternteils buchstäblich die Sprache verschlagen hat. 20190321_203844

Wer die Arbeit im Haus Leben unterstützen möchte oder sich bei unserer Europäischen Künstlergilde für Kultur und Medizin engagieren: Die nächste Mitgliederversammlung findet am 7. Mai 2019 statt: eukmk.eu

 

(Fotos Michaela Bax)

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Buchmesse, morgen: Hin zu neuer Lebenskraft!

Wir stellen uns vor als Team: Prof. Jalid Sehouli, Jutta Michaud, Susanne Diehm und unsere Illustratorin Dr. Adak Pirmorady

https://www.randomhouse.de/Termine/62757.rhd

Vortrag mit Gespräch auf der Leipziger Buchmesse

21. März 2019

14:00 – 14:30 Uhr | Leipzig | Lesungen & Events

Buchmesse

Mit Schreiben zu neuer Lebenskraft

Susanne Diehm, Jutta Michaud, Jalid Sehouli

Veranstaltungsort

Leipziger Messe GmbH

Messe-Allee 1

Halle 3, E201, Forum Sachbuch

04356 Leipzig

Adresse in Google Maps

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Noch ein Termin mit mehr Zeit: Prof. Jalid Sehouli, Susanne Diehm und unsere Illustratorin Dr. Adak Pirmorady – Jutta Michaud leider verhindert

https://www.randomhouse.de/Termine/62759.rhd

  1. März 2019

Vortrag mit Gespräch bei „Leipzig liest“: Hilfe durch kreatives Schreiben

19:00 Uhr | Leipzig | Lesungen & Events

Mit Schreiben zu neuer Lebenskraft

Susanne Diehm, Jutta Michaud, Jalid Sehouli

Veranstaltungsort

Haus Leben e.V.

Friesenstraße 8

04177 Leipzig

Adresse in Google Maps

Wir freuen uns sehr, wenn Sie zu unseren Veranstaltungen kommen –

herzliche Grüße, schon sehr aufgeregt –

SuDi

 

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Von Gesunden lernen

Eine Studie unter Harvard-Männern: Die Grant-Studie sollte in einem Langzeitprojekt herausfinden, was glücklich macht. Befragt wurden ab 1939 Harvard-Studenten. Harvard ist eine der amerikanischen Elite-Unis. Frauen waren dort damals noch nicht zugelassen. Psychiater und Harvard-Professor George E. Vaillant fand heraus, was zum langen Glück gehört: „Einfühlungsvermögen und Reife“ sind aber nicht die einzigen Aspekte. Ein Interview mit dem Leiter der Studie:

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/wissen/der-weite-weg-zum-glueck-81077?utm_source=Newsletter+Abonnenten&utm_campaign=fb9b0d0cdc-EMAIL_CAMPAIGN_2019_03_19_01_51&utm_medium=email&utm_term=0_7298ece2ef-fb9b0d0cdc-53106651&mc_cid=fb9b0d0cdc&mc_eid=26794df13c

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ich habe verstanden

So geht das mit dem Schreiben… es sortiert. Danke für diese Zeilen, socopuk!

socopuk

Die Nacht: unruhig, Halsweh, Kopfschmerzen, Wirbelknirschen.

Das Gefühl: ist schon eine zeitlang da. Diffus, müde, im falschen Film. Alltagsfluchtphantasien, Berufswechselideen, radikale Lebensstiländerungsimpulse. Aber erst noch schlafen, einmal noch ausschlafen.

Auf ein großes Papier: schreibe ich alle noch nicht abgeschlossenen Aufgaben, alle laufenden Aufgaben und alle geplanten Aktivitäten. Der Platz reicht nicht, ich muss quetschen. Buchstaben und mich.

Unübersehbar: Viel. Zu viel.

Und da: löst sich der große Knoten. Nehme ich den Stift in die Hand. Erobere ich mir mein Leben zurück.

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Great Britten: Nach(t)gespräch

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von re nach li: Intendant Sebastian Nordmann, Violinist Daniel Hope, Dirigent Michael Sanderling (Foto Vero Brandl)

Musik geht direkt in Herz und Hirn, ohne den Umweg über Worte – so sehr ich auch das Schreiben als Therapeutikum schätze:  Manchmal muss es Musik sein, und gestern war eine Sternstunde. Das Unsagbare, den Schmerz und den Zorn über das Unabwendbare des heranrückenden Krieg hat Britten in Musik ausgedrückt, in seine Komposition geschrieben… und wenn sich das bei der Performance in die Herzen der Zuhörer einbrennt, sie in Resonanz gehen können: Das bringt diese bleibenden Momente, die man nicht vergessen kann.

 Vorab die Einstimmung: https://schreibenbefluegelt.wordpress.com/2019/03/13/in-vorfreude-auf-ein-besonderes-konzert/ Benjamin Britten, sein Konzert für Violine und Orchester op. 15 Pause, hatte ich mit besonderer Spannung erwartet, denn leider hört man es hier viel zu selten. Gespielt von einem Solisten, der in England aufgewachsen ist, und daher „seinen“ Britten bestimmt gut kennt – das versprach spannend zu werden.

Atemlose Stille  

Meine Erwartungen wurden von der Intensität des Violinspiels Daniel Hopes, dem Zusammenklang von  Geige und dem Konzerthaus-Orchester unter der Leitung von Michael Sanderling übertroffen. Bei ihrem sich zuspielenden Dialog vor der Kulisse des Großen Saals des Berliner Konzerthauses herrschte atemlose Stille ob dieser gelebten Intensität, die viele Stunden später immer noch innerlich nachklang. Ich erinnerte Doppelklänge-Sequenzen, gezupfte Passagen, fast sphärische Klänge; ein aufrüttelndes Werk, insbesondere, wenn man sich die zeitgenössische Einbettung vergegenwärtigt, in der Britten es schrieb; dann hört man den Rebellen heraus, als den Daniel Hope ihn im Nach(t)gespräch beschrieb.

Nach(t)Gespräch in der Konzerthaus-Keller-Bar

Großartig, dass sich im Konzerthaus der Intendant und so hochkarätige Künstler wie Hope und Sanderling die Zeit nehmen, im lockeren Ambiente ihrem Publikum im Anschluss an das Konzert noch Zeitgeschichtliches zu vermitteln; das hilft noch besser, die Musik zu verstehen. Nicht nur Fachsimpelei bekommt der geneigte Gast da geboten, sondern auch weit darüber hinaus gehende Gedankenanregungen: „Was wäre, wenn“, so fragt sich Daniel Hope, wenn Erwin Schulhoff, dessen 2. Satz einer Sonate er als Zugabe spielt, den Krieg überlebt hätte und sein Talent hätte weiter entwickeln können?

Erwin Schulhoff ist ein Komponist, der fast in Vergessenheit geraten ist, obwohl er eine bedeutende Rolle in der Musikgeschichte einnahm und hätte weiter einnehmen können. Er wurde 1894 als Sohn des jüdischen Wollwarenhändlers Gustav Schulhoff und der Tochter eines Konzertmeisters, Louise Wolff, in Prag geboren. In ein Lager verschleppt, verstarb er dort 1942 an Tuberkulose.  Mit ihm verlor die Neue Musik eine ihrer experimentierfreudigsten und radikalsten Persönlichkeiten. Ja, was wäre, wenn…  Daniel Hope hat diese Sonate und das Gedenken an ihren Komponisten mit dieser unerwarteten Zugabe wieder zum Leben erweckt.

Dmitri Schostakowitsch Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93 – auch hier wird Unsagbares in Musik verpackt, versteckt geradezu; hier versteht man dank der Hinweise des Dirigenten im Nach(t)gespräch die Situtation des Komponisten, die packende Darbietung unterstützend. Von Prof. Sebastian Nordmann anregend moderiert bleibt der Abend eine insgesamt sehr nachhaltige Erfahrung. 

 

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Ein Band des Vertrauens

IMG-20190317-WA0009Ein Band des Vertrauens zog sich gestern durch die Urania. Wir – meine Teamkollegin Jutta Michaud und ich, mit Prof Dr Jalid Sehouli in unserer Mitte – (Foto Victor Diehm),  hatten gestern im Kleistsaal die Möglichkeit, das Gesundheitsfördernde Kreative Schreiben vorzustellen. Diese Gelegenheit, innerhalb einer  Veranstaltung im Kleistsaal, der viele Menschen fasst, ins Schreiben zu kommen und dann die Texte zu teilen, wurde von einem Großteil der Besucher genutzt. Es war sehr berührend, die unterschiedlichen Texte zu hören. Immer zeigt sich -selbst in einem Gedicht aus nur 11 Worten-  Person und Persönlichkeit des Schreibenden.  Natürlich ist das Elfchen nur eine einfache Methode aus unserem Repertoire. Je nach Gesundheitsstand unserer Gegenüber in Gruppen oder Einzelcoachings vereinen wir Themen und Techniken zu einem Schreibimpuls, berücksichtigen Erkenntnisse aus der Psychoneuroimmunologie und Positiven Psychologie, Kreativitäts- und Glücksforschung, brechen das Komplizierte aber auf einen einfach umsetzbaren Ansatz herunter.

Mit Leichtigkeit ins Schreiben kommen

Das Thema Vertrauen hat allen etwas bedeutet, und so spürten wir aus den Gedichten und dem Teilen der Texte eine außergewöhnliche Tiefe, als das Mikro von Hand zu Hand wanderte.  Mit Leichtigkeit ins Schreiben zu kommen, dazu verhelfen die Methoden und Techniken aus unserem Buch „Mit Schreiben zu neuer Lebenskraft“, das wir gemeinsam mit dem Chefarzt und Krebsspezialisten Herrn Professor Sehouli heraus gegeben haben. Es enthält Teile unserer Arbeit aus unserer Praxis mit Klienten aller Art, vor allem an der Charité Frauenklinik. Die nächsten Lesungen werden auf der Leipziger Buchmesse stattfindenden, am 21.03.2019  um 14 Uhr im Sachbuch-Forum der Messe. Und am Abend dann im „Haus Leben“: Um 19 Uhr  eine etwas längere Lesung, in der auch die gynäkologische und in Psychosomatik ausgebildete Ärztin Dr Adak Pirmorady dabei sein wird, die unsere Bilder im Buch beigesteuert hat. Sie brechen die Schreibübungen auf und stellen noch einmal eine andere Ebene zur Verfügung, die zum Träumen und Fantasieren anregt. Dr. Pirmorady supervisioniert auch unsere Arbeit an der Charité. Auch Herr Professor Sehouli fliegt ein: Er hat sich engagiert der Künstlerischen Methoden und ihrem Einsatz an Kliniken und Rehas angenommen. Dank seiner Initiative dürfen wir mit der Schreibtour durch Deutschland fahren und unser Konzept vorstellen. Auf dass das Schreiben zur Gesundheitsförderung, diese so einfache Methode, überall zur Verfügung steht!

Vom Dialog zum Polylog

Wir freuen uns darauf, immer mehr Menschen mit den Methoden des Gesundheitsfördernden Kreativen Schreibens vertraut zu machen, und ihnen somit zu kleinen Dialogen mit sich selbst zu verhelfen. So wird über die Zeit ein Polylog daraus werden – das war auch der Wunsch eines Teilnehmers aus der Urania, der zum Schluss sinngemäß befand: „Mit solchen Veranstaltungen in der Urania, in der wir uns auf diese Art begegnen, wird die Urania zu unserer Urania.“

Weiterbildung

Wer sich von uns weiterbilden lassen will und -bei passender Vorbildung- selbst das Gesundheitsfördernde Kreative Schreiben im eigenen Umfeld anbieten möchte: Hier gibt es Infos.

 

 

 

 

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