Monatsarchiv: April 2016

Wir sind nominiert beim Emotion Award!

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Sind fast so stolz, als wäre es eine Nominierung für den Oscar: Sudijumi wird wahrgenommen und unsere Angebote geschätzt. Vielen Dank für diese Anerkennung!

Und dazu gab es in der Osterausgabe der Zeit einen Artikel zu Bedeutung von Schreibtherapie: http://www.zeit.de/2016/14/tagebuch-schreiben-schreibtherapie-trauma-behandlung-psychologie-james-pennebaker

Schaut hier – es sind viele tolle Teams am Start im Bereich Inspirierende Frauen/Zukunft/Team:

http://www.emotion.de/leben-arbeit/karriere/der-emotionaward-hand-in-hand

„>Susanne Diehm und Jutta Michaud

Sudijumi (Schreibcoaching und Schreibtherapie)

Jutta Michaud liebt das Schreiben – quer durch alle Genres. Ebenso gerne ermutigt sie Menschen zum Schreiben. „Schreiben schafft Klarheit, befreit, beflügelt Fantasie und gibt Lebensfreude“ sagt sie. Zusammen mit Susanne Diehm hat sie das Sudijumi-Prinzip entwickelt. Es verbindet Gesundheitsförderndes Kreatives Schreiben mit Erkenntnissen der Resilienz- Glücks- und Kreativitätsforschung. In Workshops und Einzelcoachings wenden die beiden ihr Konzept an, helfen so Menschen bei Herausforderungen unterschiedlichster Art. „Schreiben bedeutet nah an sich dran zu sein, sich selbst zu lesen und andere besser zu verstehen“, sagt Susanne Diehm. Hand in Hand zu arbeiten steht für das Team von SUDIJUMI vor allem dafür, gemeinsame Stärken zu nutzen, Schwächen auf Gegenseitigkeit auszugleichen und dem anderen vertrauen zu können. sudijumi.wordpress.com

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Was ist Erfolg beim Schreiben – für dich?

Diese Frage von Franziska Schramm, „Was ist für Euch Erfolg beim Schreiben?“ reiche ich gerne an Euch weiter. Weil jeder Schreibende sie sich stellen sollte. Und weil Franziska sie sehr berührend beantwortet hat. Meine nächstfolgende Frage ist: „Was ist Euch wichtig im Leben? Was ist wesentlich?“ Meine Antwort fällt ähnlich aus wie die Antwort auf: „Was ist Erfolg für Euch beim Schreiben…“ Viel Spaß beim Philosophieren oder: darüber schreiben! Eure Sudi

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Figuren-/Psychologie

Weg vom Biografischen, hin zum Literarischen: Hier wieder ein Hinweis zur Psychologie der Figuren von Cornelius Hartz. Psychologisch denken heißt für den Autor nicht, nur verkopft zu sein:
Denn alle psychischen Merkmale sind zwar laut Patricia Highsmith zunächst nicht zu entdecken, müssen aber an irgendeinem Punkt in der Story doch zu spüren sein; mit kleinen Hinweisen, die rückblickend den Eklat schon hätten prophezeien können. Für den Autor heißt das, dass er sich nicht nur hineindenkt, sondern auch hineinspürt in seine Figur, oder Charakteristika beobachtet. Bestimmt fallen Ihnen beim Lesen noch mehr Autoren ein, deren Bezug zur Psychologie anhand ihrer Figuren spürbar wird!

kapitel eins

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Wenn man interessante und glaubwürdige literarische Figuren erschaffen will, muss man sich zwangsläufig mit der Psyche seiner Charaktere auseinandersetzen. Nicht von ungefähr findet man in zahlreichen Biografien bekannter Autorinnen und Autoren einen Hinweis darauf, dass sie sich mehr oder weniger intensiv mit dem Feld der Psychologie beschäftigt haben.

Ein paar Beispiele gefällig?

Peter Stamm („Weit über das Land“), Knut Faldbakken („Ein unmoralisches Angebot“), Chris Cleave („Gold“), Elke Pistor („Treuetat“), Fay Weldon („Die Teufelin“) und Ulf Erdmann Ziegler („Nichts Weißes“) haben allesamt Psychologie studiert. Wulf Dorn („Die Nacht gehört den Wölfen“) war zwanzig Jahre lang in der Psychiatrie tätig, und Dennis Lehane („Shutter Island“) arbeitete eine Zeitlang als therapeutischer Berater u. a. für geistig Behinderte.

Die berühmteste Autorin psychologischer Thriller, Patricia Highsmith, hatte beruflich nichts mit der Psychologie zu tun – dafür aber privat umso mehr: Bereits mit 8 Jahren las sie das Buch The Human Mind des Psychiaters Karl…

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Künstlertreff mit José A. Oliver

 

 Auf dem Podium  von links nach rechts: Geschäftsleiter LCB Florian Höllerer mit seinen Gästen José Oliver, Joachim Sartorius, Michael Braun. Fotos privat.

„Ihr Künstler muss ausgeführt und verwöhnt werden“, das ist Julia Camerons Ansatz aus “Der Weg des Künstlers”.  Der Künstlertreff ist ein Zeitraum von einem Tag oder auch nur ein paar Stunden, in dem man sich mit sich selbst und der eigenen Kreativität verabredet: Um sie zu nähren, sich zu erholen und gleich wieder beflügeln zu lassen.

Ein Ausflug zum Literarischen Colloquium Berlin

Und so habe ich mich selbst ausgeführt. Nach einer Phase intensiver Arbeit wollte ich mir etwas gönnen. Mit dem guten Gefühl, dass das erste Buch dieses Jahres schon herausgebracht ist, ein weiteres gerade gestaltet wird und das dritte zumindest im Entwurf steht. Als kreative Vielschreiberin mit Lehraufgabe und Schreibsalon war es überfällig, mal einen Abend nicht am Schreibtisch zu sitzen.

So bin ich hinausgefahren zum Literarischen Colloquium Berlin. Auf dem Programm: Joachim Sartorius und José F.A. Oliver in Lesung und Gespräch. Ihr Gesprächspartner Michael Braun, Lyrikkritiker aus meiner Heimat Heidelberg. Den Dichter F.A. Oliver hatte ich im Frühjahr in einer Zufallsbegegnung auf dem Campanile des Universitätscampus Berkeley kennen gelernt. Bereits 1994 war er Stipendiat des LCB und hat seitdem viele Preise gewonnen.

Erinnerungen und Triebfedern

Kaum betrat ich die ehrwürdigen Hallen am Wannsee, entdeckte Stipendiatinnen wie die finnische Autorin und Übersetzerin Suvi Valli auf der Terrasse oder am See, da sprangen Erinnerungen mich geradezu an:

Wie ich ‚in meinem früheren Leben‘ als Kommunikationsmanagerin von Gillette gemeinsam mit einem Kollegen vom ehemaligen Geschäftsleiter Janetzki geladen war, um über Sponsoring und LiteraTouren zu sprechen; wie ich beim Sommerfest des LCB den Hang hoch und runter gewandelt war, in der Hoffnung,  unter den vielen Gästen H., die ‚Edelfeder‘, zu treffen, der mir so viel bedeutete; wie ich damals die Autorinnen und Autoren beneidete, die dort Stipendiaten waren und sich ganz auf ihr Schreiben konzentrieren konnten.

Ein Künstlertreff mit Überraschungseffekt

Mir wurde bewusst, dass ich wohl seit mehr als fünf Jahren nicht mehr an diesem schönen Ort gewesen war: Beim letzten Besuch hatte ich noch keine Ahnung, dass ich meinen gut bezahlten Job verlassen würde und heute selbst Autorin wäre, mit einem Master im Biografischen und Kreativen Schreiben… das war ein wunderliches Gefühl. In diesem Moment hat es mich selbst überrascht, diese zweite Karriere, dieses so neu aufgesetzte berauschende Leben. Innerhalb von etwas mehr als fünf Jahren war es mir gelungen, aus der Funktion in der Industrie in ein künstlerisch freies Leben als Sachbuchautorin und Schreibtherapeutin zu wechseln. War an diesem Ort, dank meiner Sehnsucht, hin zu Literatur zu finden, sogar der Keim dazu entstanden?

José F.A. Oliver

„21 Gedichte, 4 Briefe und 10 Fotoworte“ schreibt der Dichter José F.A. Oliver aus Istanbul. Als ich mich für den Blogartikel hingesetzt habe, wollte ich eine Rezension schreiben, begeistert auf das Buch hinweisen. Zumal das politische Gedicht hier eine ganz andere, lange nicht gehörte Dimension und Qualität annimmt.  Wobei nicht nur das Buch, sondern auch der lesende Autor den Moment prägten. José F.A. Oliver ist ein ausgesprochen musikalischer Mann. Das kommt nicht nur seinen Gedichten zugute, sondern die Lesung selbst wird zum Erlebnis. Ich wünschte, es gäbe zusätzlich zum Buch eine Tonaufnahme – oder, das LCB veranstaltet recht bald weitere Lesungen mit diesem Autor, der so wunderbar erzählen kann. Wie er sich selbst aussetzte in fremde Gegenden, sei es in Berlin oder Istanbul, einfach mit den Öffentlichen hinausfuhr mit der selbst gestellten Aufgabe, zurückzuwandern zu seinem Ausgangsort, egal wie viele Stunden es dauerte; wie dabei eine Notiz entsteht, dann ein Notat, und daraus vielleicht ein Gedicht wird. Einen ‚menschenatlas voller wirklichkeiten‘ beschreibend.

Holen Sie sich Ihren Künstlertreff nach Hause

Das Buch erscheint in den nächsten Tagen bei Matthes & Seitz, beim LCB wurde es druckfrisch angeliefert. Auch die Gedichte von Joachim Sartorius waren beeindruckend – leider hat mein innerer Künstlertreff mich jetzt woanderhin geführt… bis hin zu dem Gedanken, was für ein schöner Ort das LCB wäre, um eine neue Liebe zu treffen. Ich bin gespannt, was meine nächsten Künstlertreffs mir bieten werden

 

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Praxis: Charakterzeichnung

Ein feines Beispiel für Charakterzeichnung und das Hohelied der Psychologie… Dank an Cornelius Hartz!

kapitel eins

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Diederich Heßling war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt.

So beginnt der Untertan von Heinrich Mann (1918). Die ersten Absätze des Romans beschreiben, wie Heßling aufwächst, und jedes kleine Detail, sein Charakter, was er erlebt und wie er sich verhält, auf seine Umwelt reagiert – all das charakterisiert diese literarische Figur und bestimmt ihren weiteren Werdegang. Es ist eines der eindrucksvollsten Beispiele von Figurenpsychologie, die ich kenne.

Es hat schon seinen Sinn, dass viele Autorinnen und Autoren sich in ihrem „früheren Leben“ eingehend mit Psychologie beschäftigt haben – sei es im Studium oder sonstwie im Beruf oder einfach interessehalber in der Freizeit. Ohne Psychologie geht es nicht; wenn man sich nicht für die Seele, die Gedanken, die Motivation seiner Figur interessiert, erschafft man nichts als holzschnittartige Abziehbilder, und vor allem gelingt es einem nie, eine glaubhafte Figurenentwicklung innerhalb…

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Ein ganz besonderer Tag

wunderschön Goldener Ring überraschen
heiraten Juwelier ungewöhnlich

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Welche Story schreiben SIE aus diesen Reizworten? Eine meiner Klientinnen hatte sie sich in einem Wortgitter selbst als Impuls aufgeschrieben… aber lesen Sie, wie es dazu kam und was daraus wurde…!

„In mir schlummert ein Buch!“

Ingrid, 44, eine Klientin mit Schreibhemmnissen, kam zu mir, weil sie fühlte, dass sie einen wichtigen Text in sich trage. Sie könne schreiben, habe immer gewusst, das sei ihr Ding, aber sie setze sich einfach nicht hin und beginne zu schreiben. Immer käme ihr etwas dazwischen: ihre Tochter, die Blumen im Garten müssten gewässert werden, der Hund spazieren geführt, … also das Genre sei ihr auch noch nicht klar, aber deshalb sei sie  jetzt zu mir, dem Schreibcoach gekommen.

Wenn es darum geht, Schreibhemmnisse zu überwinden, dann sind die kleinen, schnell anzuwendenden Übungen wie ABC-Darium und Akrostichon oder Wortgitter ein guter Start.

Auch Ingrid war bei unseren Terminen sehr schnell in Gang zu bringen – wenn ich Themen aus ihrer Lebenswelt aufgriff, dann schrieb sie geradewegs darauf los und brachte einige schöne Kurzgeschichten zusammen. Zu Freundschaft schrieb sie eine in ihrer Kürze frappierende Geschichte über drei Frauen, deren Freundschaft urplötzlich auf dem Spiel stand, ohne dass zunächst erklärbar war, was dahinter steckte. Erst zum Schluss verstand der Leser, was er zu Beginn nur ahnen konnte.

Warten bis die innere Stimme sich meldet?

Wir experimentierten mit allen möglichen Formen, Lyrik zum Beispiel mochte sie nicht. Diese Kurzgeschichten, an denen sie sich erprobte, machten ihr Spaß und zumindest in unseren Stunden kamen da einige zusammen. Zu Hause schrieb sie immer noch nicht, weil sie der Meinung war, dass die Inspiration von alleine zu ihr kommen solle und sie schon schreiben würde, wenn ihre innere Stimme das ansagte.

Schreibcoaching oder Schreibtherapie…

Als Schreibcoach und Schreibtherapeutin komme ich bei meinen Klienten oft in Situationen, da sind die Übergänge vom Schreibcoaching zur Schreibtherapie fließend. Solange Ingrid zufrieden damit war, dass sie jede Woche bei mir schrieb und Kreativitätstechniken lernte, um in Gang zu kommen, war alles gut. Immerhin schrieb sie, wenn auch nicht zu Hause. Zwischendurch brachte ich ihr Beispiele von berühmten Schriftstellern und deren Arbeitsweise mit; erzählte ihr, dass nicht nur Thomas Mann, sondern auch Ken Follett einen Arbeitstag hatten oder haben, der zu festgesetzten Zeiten beginnt und endet;  ich versuchte ihr zu vermitteln, dass Schreibende sich quasi auch mit ihrer Muse verabreden müssen, damit am Ende ein Text auf dem Papier steht, den man am nächsten Tag dann überarbeiten und verbessern kann; vom Prozesshaften des Schreibens hatten wir es und natürlich ging ich mit ihr auch in die Tiefe, um herauszufinden, woher dieses Schreibhemmnis kam. Was war ihre Motivation zum Schreiben? Eigener Anspruch, ihre Sehnsucht, gewertschätzt zu werden, ihre Biografie, alles spielte hinein. Und obwohl sie immer klarsichtiger wurde: Immer noch schrieb sie nur in der Stunde bei mir und nicht zu Hause.

Der stärkste Impuls von allen

An einem Montag dann überraschte sie mich. Sie hatte zu Hause geschrieben! Sie meinte, das Wortgitter, das wir in der Stunde angewendet hatten, habe ihr so gut gefallen, dass sie es zu Hause noch einmal verwendet habe.

Ich sagte ihr, dass sie mir davon jetzt nicht erzählen sollte, sondern bat sie, es aufzuschreiben. Als sie las, machte sie es spannend und baute die Geschichte auf die ihr eigene Art auf: Zunächst hatte man keine Ahnung, wohin die Story gehen würde. Situative Beschreibung, der Tag ist schön, ihre Protagonistin wandert den Kudamm entlang und schaut sich Eheringe beim Juwelier an…

Und dann die Pointe: SIE war diese Frau, sie hatte am Wochenende ihrem Freund einen Heiratsantrag geschrieben und er hatte ihn angenommen!

Moral von der Geschichte

Wenn Klienten mit einer Schreibhemmung oder gar Schreibblockade den Schreibcoach aufsuchen, dann steht oft ein anderes Thema dahinter. Oft sind es Glaubenssätze aus der Vergangenheit, die verhindern. Manchmal aber auch geht es darum, einen richtig guten Grund zum Schreiben zu haben, eine wirkliche Motivation; Eine, die das Schreiben als Transportmittel nutzt:  um sich authentisch zu zeigen und  Herzenswünsche zu erfüllen.

 

 

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„Sag was Du isst…“ – ein Lese- und Schreibimpuls

 

Sag, was du isst und ich weiß, was du fühlst“ von Markus Lehnert ist das Buch, das ich hier vorstellen möchte. Ich lese viel für meine Klienten, denn sie kommen mit einem Thema zu mir und ich entwickle Schreibimpulse für sie. Individuell zugeschnitten auf Persönlichkeit und Anliegen. Natürlich habe ich als M.A. Biografisches und  Kreatives Schreiben ein großes Repertoire an Übungen parat, aber die Anfragen und Anforderungen sind so vielfältig und spannend, dass ich schon aus eigenem Interesse Literatur dazu ’scanne’ und schaue, was davon meiner Klientin oder meinem Klienten hilft. Als Schreibtherapeutin nutze ich diese Impulse, um in Fahrt zu kommen und meine Schreibenden in den Flow zu bringen. So habe ich mir jetzt eine Serie von Blogbeiträgen mit Buchbesprechungen vorgenommen zum Thema ‘Gesund und schlank’. Zu jedem Buch werde ich einen Schreibimpuls vorstellen, den ich nach Lektüre erarbeitet habe. Freue mich, wenn Sie ihn ausprobieren wollen!

Ernährung und Emotionen

»Nicht die Ernährung bestimmt unsere Emotionen, sondern unsere Emotionen bestimmen unser Essverhalten. Wir essen das, was wir emotional brauchen.«
Essen dient oft unbewusst dazu, die eigenen Emotionen klein zu halten und zu verdrängen.
Markus Lehnert erklärt anschaulich die Zusammenhänge zwischen unserer Ernährung und unserer Lebenssituation. Die emotionalen Ursachen des Essverhaltens bieten Ansatz für Veränderung. Ändert sich der Umgang mit den eigenen Gefühlen, dann verändert sich das Essverhalten automatisch.

Mit den Emotionen arbeiten

Eine meiner Klientinnen glaubte sich in einer Fallstudie aus der Praxistätigkeit des Autors wieder zu erkennen; so ähnlich sei ihr Leben verlaufen und sie entspräche klar einem der sieben Ernährungstypen. Ich selbst konnte mich nicht zuordnen und war dann erleichtert zu erfahren, dass die meisten Menschen ‚Mischtypen‘ seien. Für mich war das letzte Drittel des Buchs interessanter, weil ich da Anregungen fand, mit den eigenen Emotionen zu arbeiten.

Die ‚Liste nicht mehr akzeptabler Dinge‘ oder ‚Wie Sie herausfinden, was Sie nicht mehr wollen‘ fand ich sehr plausibel. Denn wie wollen wir unser Leben verändern, wenn wir gar nicht klar sagen können was wir wollen? Da macht es Sinn, mit den Dingen anzufangen, die wir nicht mehr haben wollen. Das klingt sehr allgemein, aber es ist ein Beispiel dafür, wie wir eigene Gefühle wahrnehmen und dann Veränderung – auch in der Ernährung – einleiten können.

Das Haus Ihres Lebens – ein Schreibimpuls

Wenn Sie der Architekt Ihres Lebens sind – in welchem Haus wollen Sie wohnen? Am besten, Sie zeichnen es auf. Ganz grob nur, als Skizze. Ein Strandhaus, ein Landhaus, ein Baumhaus, eine Stadtvilla, ein renovierter Altbau? Wichtiger als die materielle Ausstattung des Hauses sind die Zimmer, in denen Sie wohnen wollen. Was brauchen Sie? Einen Platz zum telefonieren, Computer spielen, ins Feuer schauen, einen Aussichtsturm oder ein gemütliches Bett für den Rückzug? Schreiben Sie darüber, am besten ein Freewriting von 8 Minuten, ohne den Stift abzusetzen, ohne sich zu kritisieren, einfach Ihren Wünschen folgend. Und danach noch ein Freewriting dazu, was Sie dann in welchem Zimmer essen wollen, wie Sie die Speisen zubereiten und wie bewusst sie mit Nahrung jetzt umgehen. Überlegen Sie auch, ob es Reste gibt und wem Sie die Reste geben…

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