Monatsarchiv: Dezember 2018

Gesundheitsförderndes Kreatives Schreiben 2019

Ein Dankeschön an alle lieben Freunde und Förderer Artikel Medical Tribune 09.18, an alle die initiiert und das Gesundheitsfördernde Kreative Schreiben unterstützt haben. Sie machen möglich, dass Menschen kennenlernen können, was ihnen Lebenskraft schenkt. Sie begleiten den Weg unserer therapiebegleitenden Methode in die Welt. Wir waren in Berlin, Mainz, Frankfurt, Bonn, München und überall gab es wunderbare Begegnungen und Erlebnisse.

 

 

Allen  Teilnehmerinnen unserer Weiterbildungen und Schreibklienten, Schreibtourbesuchern und Schreibenden in unseren Schreiberlebnis-Gruppen einen sehr herzlichen und besonderen Dank: Denn nur wenn Sie da sind, sich einlassen auf diese magischen Momente, die Sie auf unseren Schreibimpuls hin selbst schaffen, wird intensive Begegnung möglich. So, wie wir es im letzten Jahr immer wieder erleben durften, Begegnung wie bei der Schreibtour, in der sich einander fremde Menschen schreibend aufwärmen, hineinfinden, und dann  zeigen, wer sie sind und was sie ausmacht. Sie schreiben, und dann zeigen Sie sich mit ihren Texten.

Zum stillen Schreiben gehört das laute Lesen: Dann taucht der Zauber auf, die Verzauberung, die wie eine Energiewolke neue Lebenskraft erzeugt. In früheren Phasen meines Berufslebens habe ich immer nur erahnt, dass es solche Momente geben kann; und  jetzt darf ich sie gemeinsam mit meiner Kollegin Jutta Michaud bei fast jedem Schreibgruppentreffen erleben.

Da macht mich dankbar, und ich möchte weitergeben, was mich und so viele Menschen beglückt. Daher möchte ich Sie einladen, auch in 2019 unsere Buchvorstellungen und kostenlosen Schreibworkshops in Städten wie München, Berlin, Hannover, Kassel, Lübeck zu besuchen, hier eine Übersicht: Aktuelle-Termine_2019 (1)bty

Unser Buch können Sie jetzt vorbestellen: https://www.randomhouse.de/Paperback/Mit-Schreiben-zu-neuer-Lebenskraft/Susanne-Diehm/Koesel/e545607.rhd

Wir freuen uns darauf, es bei der Urania am 15.3. und bei der Leipziger Buchmesse  am 21.3. 2019 vorzustellen – und Sie vielleicht dort zu sehen?

Alle guten Wünsche

Ihre

Susanne Diehm

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Empathie in der Pflege – biografische Fakten unterstützen

Wer schreibend mit Patienten arbeitet, weiß, wie sehr es auf die psycho-soziale Kompetenz der Schreibgruppenanleiter ankommt. Aber psycho-soziale Kompetenz ist in allen Bereichen gefragt, wo es darum geht, kreative Hilfe zu leisten. Demenz ist eine Volkskrankheit, die Millionen von Menschen betrifft. In der Pflege sind Einfühlungsvermögen und individuelle Biografiearbeit wichtig, um dann auf pragmatische und kreative Art und Weise Hilfe leisten zu können.  Dankeschön an Christina Ney und meine Co-Autorin beim „Erfolgreiche Blogtexte„-Buch, Lisa Sintermann, für ihre Beiträge und Erfahrungsberichte, die in den Artikel bei Relias Learning eingeflossen sind. Hier geht’s zum Artikel:

https://www.reliaslearning.de/blog/pflege-demenz-validation-empathie

Empfehlungen aus der Forschung 

Neuronation https://sp.neuronation.com/de/ entwickelt mit wissenschaftlichen Forschungsgeldern und viel Förderung „Gehirntraining für den Kopf“. Erforscht wird u.a., wie das Trainieren Kognitiver Leistungen unter anderem vor Demenz schützen kann.

Sicher ein sinnvoll aufgebautes, strukturiertes Programm – es wäre schön, wenn wir auch untersuchen könnten, wie unser Gesundheitsförderndes Kreatives Schreiben, das nicht nur den Arbeitsspeicher des Gehirns trainiert, sondern alle möglichen Bereiche anspricht, dauerhaft wirkt. Meine Theorie: Kreative Aktivität wirkt präventiv, hält jung und vor allen Dingen: Aktiviert  gute Stimmung und Lebensfreude!

Besuchen Sie uns bei der Schreibtour durch Deutschland und probieren es aus!

www.schreibtour.info

Mit herzlichem Gruß,

Susanne Diehm

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Steuern Hormone unser Leben?

… und wie steuern wir sie?

Ich lese Bücher oft daraufhin, ob sie meinen Schreibklienten helfen können. Suche für sie Anregungen zur Selbsterkenntnis. Wie ist mein Leben bisher gelaufen, was motiviert mich, wie zufrieden bin ich – all das sind Fragen, mit denen sich biografisch Schreibende oft beschäftigen. So habe ich, da Neurobiologie mich sehr interessiert, zu diesem Buch des Verhaltenswissenschaftlers Daniel Z. Liebermann und Autor Michael E. Long gegriffen: https://www.m-vg.de/riva/shop/article/15081-ein-hormon-regiert-die-welt/

„Ein Hormon regiert die Welt/ Wie Dopamin unser Verhalten steuert – und das Schicksal der Menschheit bestimmt.“  Das Schicksal der Menschheit war mir ein wenig zu hoch gehangen, aber die Frage, wie Hormone unser Leben beeinflussen, damit habe ich tagtäglich im Umgang mit mir selbst und anderen zu tun; hier wollte ich gerne mehr wissen. Schnell kristallisierte sich beim Lesen heraus, dass es mir helfen kann, wenn ich eine Grundsatzfrage mit mir kläre: Bin ich ein Dopamin-Junkie, dem die Fülle der Möglichkeiten nie reicht, der angetrieben wird, die Welt besser zu machen, der von Erfolg zu Erfolg hetzt, weil Dopamin ihn nicht ruhen lässt? Der von Erwartung und Verlangen motiviert unbedingt erkunden und weiterentwickeln will?

Im Moment sein wäre schön

Oder gehöre ich eher zu der  anderen Fraktion, den von  Oxytozin- und anderen Neurotransmittern Gesteuerten, deren neurochemischen Prozesse ihre Daseinsfreude erhöhen, die im Hier und Jetzt zufrieden sind und gut Bindungen eingehen können? Warum lässt mich der Gedanke daran immer noch die Augen verdrehen, obwohl ich doch weiß, wie wichtig das Verankertsein ist? Ich rational einsehe, dass man Ruhe braucht und nicht ständig im morgen leben kann? Immer wieder inne halten hilft. Nicht tausend Dinge nebeneinander machen, sondern eine Sache nach der anderen.

Wissen einsetzen – Harmonie erzielen

Wie nutze ich dieses Wissen um die neurochemischen Zusammenhänge in meinen Schreibgruppen? Wie stelle ich über Schreibanregungen die Harmonie her, in der Kreativität angeregt fließen kann? Aus der Erfahrung  weiß ich das. Das Moment der Überraschung ist immer hilfreich dabei, Menschen zu aktivieren. Dopamin kommt in Gang, sobald ich bei einem Einzelklienten oder einer Gruppe die Fantasie anrege und eine Zukunftsvision beschreiben lasse.  Die Sehnsucht wird wach gekitzelt. Aber wie kann ich nicht nur Potential entfalten, sondern auch Glück und Zufriedenheit nähren? So wichtig bei Patienten, die vielleicht im gegenwärtigen Zustand nicht die Reise nach Marokko schaffen, sondern nur die an die Ostsee? Hier spielt sinnlich wahrnehmbare Realität hinein, die einen Boden bietet, der trägt. Das sinnlich Erfahrbare zu trainieren kann über Schreibanregungen mit Bildimpulsen wunderbar funktionieren. Texte von Hand schreiben, dazu collagieren, kritzeln, eine Postkarte fertigen, ein Scrapbook gestalten. In kreativem Tun sind dopaminerge Lust und Momente im Hier-und Jetzt verbunden, und daraus entsteht eine unglaubliche Harmonie, die zu Zufriedenheit und Stolz über den Prozess führt, durch den man gegangen ist.  Und endlich tritt Ruhe ein.

Das Buch bietet eine Menge an Anregungen und Hintergrund-Wissen, liest sich leicht und wird über Vergleiche und Analogien gut verstehbar.

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