Monatsarchiv: November 2014

Hochschober-Zeit: Termin 10.-15. September 2017

Es muss nicht jedes Jahr so sein, dass wir aus den Texten unserer Teilnehmerinnen im Schreibkurs des Hotels Hochschobers ein Büchlein machen; aber wir laden Sie herzlich ein, sich diese Woche zu gönnen und mit Leichtigkeit ins Schreiben zu kommen.

Schreibworkshop

Reisen Sie am Sonntag an, erhalten Sie auf Wunsch erste Informationen, am Montag, den 11. September um 10:30 Uhr beginnt der Kurs, eine Woche lang zweimal täglich bis Freitag, 15.9.2017 im WORTREICH.

 

Schreibworkshop

„Heiter bis glücklich statt ausgelaugt bis erschlagen.

Stress reduzieren – Schreiben probieren“

So lautet das Motto unseres kreativen Schreibworkshops vom 11. bis 15. September  Informieren Sie sich, stellen Sie Fragen oder lassen Sie sich verblüffen.

Schreiben ist Kommunikation mit sich selbst. Das Blatt Papier ist der Resonanzboden für unsere Gedanken.

Schreiben stärkt die Psyche. Laden Sie Ihre Batterien auf!  Zum Beispiel mit kreativem und biografischem Schreiben, die heilende und aufbauende Kraft des Schreibens ist wissenschaftlich erwiesen. In ihrem Workshop laden wir Sie ein, mit Wörtern zu spielen, Kraftpotenziale und Ideen hervorzulocken, Probleme mit Buchstaben zu erschlagen und schreibend in die Zukunft zu schweben.

Wir freuen uns auf Sie und geben Ihnen im WORTREICH die entsprechenden Impulse und Werkzeuge an die Hand.
Zeiten: täglich 10:30-12:00 und/oder 16:30-18:00

https://www.hochschober.com/preise/aktuelle-angebote/kreatives-schreiben/

Wer sich weiter informieren möchte, kann gerne hierin blättern – aber wir haben jedes Jahr ein anderes Überraschungsprogramm parat. Freuen uns, wenn Sie gemeinsam mit uns hochschobern! Gerne auch mit uns an der ‚Schreibbar‘ oder dem Kommunikationstisch sitzen und Ihre weitergehenden Fragen an uns richten.

Mit herzlichem Gruß,

Ihre Susanne Diehm und Gitta Schierenbeck

Hochschober
Herausgegeben von den Schreibgruppenleiterinnen
Gitta Schierenbeck und Susanne Diehm
mit den Autorinnen und Autoren
André Golser
Christa Golser
Susanna Hofbauer
Erwin Möde
Fritz Seher
Monika Stille

Wenn man nach dem idealen Schreibort sucht, dann dürfte das Wortreich im Hotel Hochschober an der Grenze zwischen Steiermark und Kärnten an einer ersten Stelle stehen. Jedes Jahr im September findet dort unser Workshop statt unter dem Motto: „Schreiben Sie sich spielerisch gesund! Heiter bis glücklich statt ausgelaugt und erschlagen, Stress reduzieren / Schreiben probieren.“ Im Jahr 2014 beschlossen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erstmals, einige ihrer Texte zu veröffentlichen. Es sollte sowohl eine Erinnerung an eine gelungene Woche als auch eine Anregung für andere sein, das Kreative Schreiben unter professioneller Anleitung als Methode auszuprobieren. Als Erklärung und Einladung zum Ausprobieren haben wir jedem Text die Schreibaufgabe vorangestellt; die Texte sind nicht namentlich sortiert, sondern anonymisiert nach den Schreibaufgaben geordnet. Hier geht es zum Buch beim Verlag epubli, Sie können es aber auch im Buchhandel bestellen.

Viel Spaß beim Lesen dieses kreativ überschäumenden Buchs – wir freuen uns, wenn Sie dieses Jahr dabei sind!

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Brender ermittelt – Thriller

Brender ermittelt

So schnell kann’s gehen: Kim habe ich vor etwa einem Jahr in einem Kurs für Lerntherapeuten entdeckt, in dem ich gemeinsam mit meiner Team-Kollegin Jutta Michaud Kreatives Schreiben unterrichtet habe. Ihre Texte fielen mir auf, und so haben wir mal mit einander gesprochen… Soeben ist der erste Band ihrer Thriller-Serie ‚Brender ermittelt‘ erschienen. Ich gratuliere herzlich und wünsche Leserinteresse und Verkaufserfolg! Am besten hier bestellen: epubli-verlag

Eure SuDi

Brender ermittelt
Ein Geschenk für Tom Lenz
Kim Scheider
Hauptkommissar Torsten Herwig hasst den Rummel, den halb Deutschland um die Krimireihe Brender ermittelt betreibt. Und ganz besonders verabscheut er Christoffer Frey, das Gesicht der Serie, dem tausende sogenannte Brenderianer förmlich zu Füßen liegen – inclusive Herwigs eigener Frau. Da kommt es ihm sehr gelegen, dass die Spuren in der aktuellen Mordserie ausgerechnet zu dem Schauspieler führen und er ihn mit seinem Team gehörig in die Mangel nehmen kann. Doch Frey erweist sich als unschuldig und schon bald hält der wahre Drahtzieher die Kölner SoKo mit weiteren grausamen Taten so auf Trab, dass Herwig seine Eifersüchteleien beiseite schieben muss. Und auch der Schauspieler wünscht sich, einfach „nur“ wieder unter Mordverdacht zu stehen. Denn der Täter hält noch ganz andere Schrecken für ihn bereit. Dem Ermittlerteam bleibt nur wenig Zeit, die wahre Identität des unter dem Pseudonym Tom Lenz agierenden Mörders aufzudecken, wenn sie das Leben von Frey und seiner weiblichen Begleitung retten wollen

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Ungute Gefühle verändern

Hopper

Mit unangenehmen Gefühlen umgehen

Es gibt ein Bild von EDWARD HOPPER, das heißt ‚EXKURSION IN DIE PHILOSOPHIE‘. Darauf zu sehen ein grübelnder Mann, auf einer Liege sitzend, mit dem Rücken zu einer halb entblößten Frau. Hoppers Es Werke sind häufig interpretiert worden als Ausdruck der Isolation des Einzelnen. Der Mann scheint in Melancholie versunken, die Blicke der beiden Personen gehen aneinander vorbei. Ein trauriges Bild?

In der Schreibgruppe können wir damit umgehen und die beiden Menschen zu einer positiveren Zukunft gehen lassen, als Hopper sie ihnen zuzubilligen scheint. Jeder Teilnehmer der Gruppe darf eine Schreibauftrag-Variante ziehen:
Fensterblick: Schau als Beobachterin von außen in die Welt des Bildes und spekuliere, was geschehen sein mag oder gerade passiert. Finde einen positiven Aspekt
Filmblick: Bring die stillstehende Bilderwelt zum Laufen! Bring die Story zu einem Happy End.
Spiegelblick: Entdecke Dich selbst in einer der Personen – was ist gut daran?

Negative Emotionen wandeln und loslassen
Das Training, aus negativen Emotionen perspektivisch eine Wandlung herzustellen, funktioniert auch im eigenen Alltag. Eine Aufgabe im Einzel- oder Selbstcoaching kann sein, ein Gefühl, das bei einem Bildimpuls aufsteigt, zu identifizieren, anzunehmen und wieder weg zu schicken. Ist es Einsamkeit beim Anblick des Hopperschen Bildes?
1. Das Gefühl zu benennen ist der erste Schritt. Warum macht mich das Gefühl so betroffen? Was hat die Aussage des Bildes mit mir zu tun? Hatte oder habe ich manchmal Gefühle von Einsamkeit? Was geschieht mit mir, wenn ich das Bild betrachte? Erinnere ich eine bestimmte Situation, in der ich einsam war? Dann fasse das Gefühl in Worte. Schreib auf, was während dieser Erfahrung passierte. Was taten die beteiligten Menschen und wie hast Du reagiert?
2. Der zweite Schritt erfordert Distanz: Wähle die Perspektive der Gegenseite und erzähle die Story aus ihrer Sicht. Versetz dich richtig hinein in sie und schlüpfe in ihre Schuhe. Wie hat sie sich gefühlt? Warum hat sie so gehandelt?
3. Im dritten Schritt lösen wir uns noch weiter von dem komischen Gefühl. Jetzt ist unser Intellekt gefordert, mitzuarbeiten. Welcher kleine Bericht könnte ganz trocken von einem Journalisten geschrieben darüber in der Zeitung stehen? Schildere in der dritten Person die Geschichte. Schau mit einem fremden Augenpaar auf die Geschehnisse. Du wirst merken, das befreit!
4. Das Vorlesen vor einem Gegenüber tut gut. Sei es in der Schreibgruppe, vor dem Schreibtherapeuten oder einem Freund. Es hilft, das ungute Gefühl loszuwerden. Noch besser ist es, zusätzlich in einem Ritual das alte Gefühl -die Asche des verbrannten Papiers?- in den Wind zu streuen.
5. Gut auch, nach der Übung positiv besetzte Gefühle aus Buchstaben zu basteln und irgendwo aufzuhängen. Was ist das Gegenteil von Einsamkeit? Zugehörigkeit? Schneid es aus einer Zeitung aus und hänge es irgendwo sichtbar hin. Es wird Dir helfen, unbewusst einen Weg zu finden, wie Du das gewünschte Gefühl Dir erzeugen kannst.
6. Entweder gleich oder ein paar Tage später: Schreib mit allen Sinnen einen Text von einer oder zwei Seiten zum Gegenteil des Dich belastenden Gefühls, Zugehörigkeit in unserem Beispiel. Wie sieht sie aus, die Zugehörigkeit, wie schmeckt sie, was fühlst Du, wenn Du Dich zugehörig fühlst, was berührst Du, was hörst Du? Erfinde eine Situation, in der Du Dich glücklich und dazu gehörend fühlst. Schreibe…
Susanne Diehm lebt mit ihren Kindern in Berlin, leitet Workshops zum Gesundheitsfördernden Kreativen Schreiben (GKS) national und international, trainiert Lerntherapeuten bundesweit und begleitet Autoren bei ihrem ersten Buch. www.susanne-diehm.de. Gemeinsam mit Jutta Michaud: Das Sudijumi-Prinzip.

Edward Hopper
Seine Themen sind häufig interpretiert worden als Ausdruck der Isolation und Ausgrenzung des Einzelnen. Seine Gemälde zeigen oft das Individuum in Diners, Hotel- zimmern, Wartehallen oder vor Hausfassaden. Die abgebildeten Menschen scheinen oft in Melancholie versunken zu sein und blicken gedanken- verloren aus dem Fenster, auf einen Punkt außerhalb des Bildes oder sie lesen ein Buch. Die Blicke von mehreren dargestellten Personen gehen meist aneinander vorbei und veranschaulichen so Distanz . . .

EDWARD HOPPERS BILD – EXKURSION IN DIE PHILOSOPHIE
Ein Ausschnitt aus dem Alltag zweier Menschen: Ein grübelnder Mann, die Stirn in Falten gelegt und mit strengen Bügelfalten in den Hosenbeinen, sinnt angestrengt über etwas nach. Er ist nicht allein, nicht zu übersehen ist die halb entblößte Frau hinter ihm, hingestreckt auf eine Liege, an deren Rand er sitzt, und abgewandt von ihm, ihr Gesicht ist nicht sichtbar. Die quer übers Kopfkissen hin gegossenen Haare könnten verraten, dass sie sich abrupt von ihm weggedreht hat, und sie macht nicht die geringsten Anstalten, sich ihm wieder zuzuwenden. Auch er schenkt ihr keinen Blick, er bleibt am Rand der Liege sitzen, in sich zusammengesunken und etwas verkrampft, eine Gestalt der Ratlosigkeit. Unklar bleibt das Verhältnis zwischen beiden, unklar, ob es um dieses Verhältnis geht, unklar, ob es noch ein Verhältnis gibt, unklar erst recht, welchen Sinn in diesem Bild von 1959 die “Exkursion in die Philosophie” haben soll […]

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Die Bullaugen-Perspektive – eine Übung in Dankbarkeit

Ade, Ars Vitalis!

Bullauge

Traurig und wütend war ich, als ich hörte, dass mein Fitness- und Wellness-Studio Ars Vitalis Ende November schließen würde. Wie man tuscheln hörte, hatte der österreichische Investor genug von den roten Zahlen, die dieses meiner Meinung nach schönste Studio Berlins schrieb. Alles Gerüchte, oder wahr? Wie auch immer: Der Beschluss blieb bestehen, obwohl viele der treuen Klienten der letzten Jahre furchtbar enttäuscht waren, dass ihnen diese Wellness-Oase mit Dachgarten und Schwimmbad in der verkehrsreichen Stadt nun vorenthalten blieb.

Irgendwann, als der Schmerz darüber nicht aufhörte – wo würde ich sonst meine Romane auf einem Dachgarten schreiben können? Wie den Rückzug in die Stille finanzieren in laufnaher Umgebung in Schöneberg? – beschloss ich, meinen Frieden damit zu machen und bullaugenartig die Perspektive auf die Dankbarkeit zu lenken – so wie Viktor Philippi das lehrt. Eine Methode, die zur Gesundheit beiträgt, statt die Unzufriedenheit sich ausbreiten und gären zu lassen. Bei Sudijumi üben wir das mit unseren Klienten, also richtete ich jetzt den Focus auch auf die eigene Dankbarkeit.

Fünf Sätze dazu mit sich wiederholendem Anfang:

Ich bin dankbar für eine lange Mitgliedschaft in diesem Fitnessstudio; ich habe Schwimmbad, Hamam und Dachgarten hinreichend genossen

Ich bin dankbar für ein paar harmlose Flirts, die mir den Tag verschönten

Ich bin dankbar für den Rückzugsort inmitten Schönebergs – ein Ort, an dem ich meine Ruhe hatte, weil niemand von mir versorgt werden wollte

Ich bin dankbar für die Menschen, die ich dort treffen konnte, Erwin, der stetig seine Runden schwamm und nach einem deprimierenden Ausstieg aus einem Unternehmen hier wieder zur Freude fand, Laura, die nach einer Trennung sich wieder in Form trainierte und ihr Glück dann in Spanien fand

Ich bin dankbar für die Erfahrung, die ich nach Geburt meiner Tochter dort erleben konnte: Regelmäßiger Sport bringt was, man soll es nicht glauben :-).

Das sind jetzt nur fünf Punkte, aber mit dieser Art von seriellem Schreiben können Sie sich jedes Themas annehmen und schauen, ob Ihnen die bullaugenartige Focussierung nicht doch ein wenig Trost bringt!

Wichtig ist, dass Sie den ersten Satz immer wieder Wort für Wort ausschreiben.

Mit herzlichem Gruß –

Ihre SuDi

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Ein gelingender Alltag: Wie keiner zurück bleibt

Von der Ausbildung in den Beruf – kommunikationstherapeutische Interventionen stärken

Worum geht es im Leben? Wie lebt man einen gelingenden Alltag? Die Antwort des indischen Arztes und mehrfachen Bestsellerautors Deepak Chopra ist: Man sollte nach Erfüllung streben. Dafür muss der Mensch zu einem ruhigen Zustand des Bewusstseins finden, die emotionale, geistige oder seelische Leere füllen. Spüren, was vor sich geht und Entscheidungen in einem Zustand ruhiger Wachheit treffen. Der Beruf und eine beständige Berufsausbildung ist eine Grundvoraussetzung für ein gelingendes Leben. 

Das mag spirituell klingen, aber diese Handlungsmaxime hat viel mit einem in der Praxis gelingenden Alltag zu tun. Auch ein Beruf erfüllt. Durch eine qualifizierte Ausbildung in Gastronomieberufen gibt der ubs e.V. seinen Auszubildenden einen ersten Halt. Schule und sonder-pädagogischen Angebote ergänzen die Praxis. Unser Projekt ‚Visionen‘ kommt ergänzend dazu. Bis diese jungen Menschen allerdings ‚Entscheidungen in aller Ruhe treffen‘, wird es noch eine Weile dauern: denn das hat sie vor der Ausbildung niemand gelehrt.

Ein viel versprechender Anfang

Dank der weitsichtigen Unterstützung auch der Schöneberger Bürgermeisterin hat deshalb vor vier Wochen das Trainingsprogramm ‚Visionen entwickeln – Visionen realisieren: Ausbildung beenden, Job erhalten, im Erwerbsleben gefestigt sein ‚ begonnen. Wie schon in den Ausbildungsjahrgängen zuvor aufgefallen, benötigt die gegenwärtige Generation der Auszubildenden jede Hilfe, die geboten werden kann. Dieses Angebot, das wir – Jutta Michaud und Susanne Diehm (beide M.A.) – als Lernspezialistinnen begleitend durchführen, wird auf viel versprechende Art und Weise angenommen. Die ersten Workshops haben gezeigt, dass dieser Mosaikstein der Ausbildung elementar zum Erreichen des Ziels ‚beständige Berufsausübung‘ beitragen kann. Er sollte auch künftigen Auszubildenden-Generationen zukommen können! 

Schweres biografisches Gepäck

Nicht vergessen darf man, dass alle diese Jugendlichen einen schweren biographischen Rucksack zu tragen haben. Manche von ihnen sind Halb- oder Vollwaise, andere Heim- oder Adoptivkinder, teilweise ungewollt und abgeschoben oder wegen ihrer Herkunft ausgegrenzt. Sie alle haben herbe Verluste erlitten mit Erlebnissen, die leicht zu (posttraumatischen) Störungen führen können. Würdigung und Wertschätzung fehlt oft im familiären Umfeld. Äußere Schwierigkeiten wie ein problematisches Umfeld oder eine lange Anreise müssen sie täglich überwinden. Und trotz aller Probleme haben sie den Impuls, eine Ausbildung machen und abschließen zu wollen. Allerdings ist diese Motivaton immer noch zerbrechlich und muss gefestigt werden.  

Was trainieren wir?

Neben dem Alltag in der Ausbildung entwickeln diese jungen Menschen Freude an ungewohnten Dingen: Rituale und Rollenspiele, Collagen, Schreibimpulse und ‚Yogilates‘, ein spezielles Programm, das aus der Bewegung heraus in die Entspannung führt. Vor allen Dingen werden der aggressionsarme Umgang miteinander und die Kommunikationsfähigkeit hierbei geschult.   

Teil eines Teams werden

Was noch viel wichtiger ist: Die Auszubildenden haben Ansprechpartner, die ihnen zuhören und sie ernst nehmen. Nach erstem unruhigem Geschnatter lernen sie spielerisch, wie es sich anfühlt, in die Konzentration zu kommen und Teil eines Teams zu sein. Dazuzugehören. Die eigene Stimme gewertschätzt wissen. Ganz schnell werden von ihnen Themen wie Vertrauen, Respekt und Umgangsformen angesprochen. Diese jungen Menschen haben Defizite, aber sie sind neugierig und interessiert. Sie haben eine gute Bereitschaft, sich einzulassen – zumindest solange man ihnen eine gute Antwort darauf geben kann, warum sie all die ungewohnten Übungen mitmachen sollen. Zu abgehoben darf es nicht sein, sondern der Bezug zur Praxis muss deutlich herüberkommen.

Ermutigende Zeichen – Weltbild und Wertesystem ändern sich

Es gibt ermutigende Zeichen: Langsam lernt die Gruppe, ihren Gefühlen und Gedanken überhaupt erst einmal auf die Spur zu kommen und sie in angemessener Weise auszudrücken. Wie geht man mit Konflikten um? Man spricht miteinander. Wer hindert an der kontinuierlichen Arbeit? Einer der Auszubildenden hat sich schon von destruktiven Freunden verabschiedet, die ihn demotivieren.Was schwächt das Team? Eine Auszubildende erkennt während einer Sitzung von Scham erfüllt, wie grässlich es war, dass sie früher ‚aus Langeweile in der Schule andere gemobbt habe‘. Weltbild und Wertesystem beginnen sich zu verändern.  Es gibt viel zu tun, bis aus der Vision Wirklichkeit wird – aber es wird sich lohnen!

Neue Ziele müssen wachsen

Bei all den Blockaden und Störungen, die sich zum Teil schon verfestigt haben, wird es eine lange Zeit dauern, bis Aggressions- oder Rückzugsmuster durchbrochen sind. Es heißt, beharrlich dranzubleiben an diesen Jugendlichen. Sie sollen langsam zu einem realistischer werdenden Berufsbild gelangen, indem der Einzelne mit seinen Schwächen umgehen kann, aber auch seine Stärken kennt, sie erprobt hat und für ein sinnstiftendes berufliches Leben nutzt. Denn diese jungen Leute bringen aus den eigenen Biografien auch Stärken mit. Wer in jungen Jahren ein oder beide Elternteile verloren hat und trotzdem ausdrücklich nicht am Leben verzweifelt, hat Qualitäten. Diesen Qualitäten auf die Spur zu kommen, sie zu erforschen, dabei Leistungsmotivation, Zuversicht und Mut aufzubauen und mit einer guten Kommunikation zu koppeln – das ist unser Auftrag. Ressourcen kennen, stärken und Resilienz für Krisenzeiten aufbauen – das ist die Devise, der wir uns verschrieben haben. So muss keiner zurück bleiben.

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Neue Wege: Schreibend finden, was erfüllt

Eine Workshopreihe von Susanne Diehm mit Inspirationen von Deepak Chopra

Worum geht es im Leben? Wie lebst Du einen gelingenden Alltag? Welche Rolle spielen Nahrung und Bewegung darin? Oft kompensieren wir das, was wir nicht haben, indem wir essen. Aber wonach hungern wir wirklich? Die Antwort des indischen Arztes und mehrfachen Bestsellerautors Deepak Chopra ist: Strebe nach Erfüllung! Dafür musst Du zu einem ruhigen Zustand des Bewusstseins finden, die emotionale, geistige oder seelische Leere füllen. Spüren, was vor sich geht und Entscheidungen in einem Zustand ruhiger Wachheit treffen. Grundvoraussetzungen, um den Hunger in Dir zu stillen und zu einem gelingenden Leben zu gelangen. 

Zu spirituell?

Keine Sorge, in unserem Workshop setzen wir diese Handlungsmaxime praktisch um: Wir schreiben Miniaturtexte darüber, über Erfahrungen, Einstellungen und Haltungen dem Essen und dem Leben gegenüber. Dann wechseln wir die Perspektive, um zu einem in der Praxis gelingenden Alltag zu finden. Vielleicht auch, um uns gesündere Gewohnheiten Essen und Bewegung betreffend anzugewöhnen.

Warum schreiben wir und reden nicht?

Weil kein Gespräch der Welt so viel bewirkt wie ein Text, den ich selbst geschrieben habe. Behaupte ich. Und bin in guter Gesellschaft:  Viele künstlerische Therapieansätze gehen davon aus, dass Du selbst Dir ein guter Begleiter und Beraer sein kannst. Und die Verantwortung für Deine Gesundheit und Dein Leben übernimmst sowieso nur Du ganz allein. Schreibend findest Du dank dem Zugang zu Deinen unbewußten Kräften Deine Ressourcen und Lösungen für Probleme, die Dir nur redend vielleicht gar nicht einfallen würden; über den angeleiteten Perspektivwechsel findest Du zu einem neuen Blick auf Dich und Deine Situation.

Warum in der Gruppe schreiben?

Schreibpädagogisch angeleitete ‚Literarische Gesellschaft‘ animiert und inspiriert. Denn nach dem Schreiben wird gelesen und nach den Lesen geredet. Immer wieder sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer überrascht, wie vielfältig die Texte sind, die in der Gruppe entstehen. Das ist anregend und inspirierend. Und: Man fühlt sich nicht allein. Bekommt Tipps und Anerkennung mit auf den Weg.

Nimmt man damit ab? Mit der ‚Erfüllungsdiät‘?

Das kann ich Dir nicht garantieren. Aber Du wirst nach und nach bewusster sein, wann und was Du isst. Es ist ein Experiment, bei dem Du nur gewinnen kannst. Ich mache auch mit. Versichern kann ich, dass Du schreibend übst, mit Dir selbst in den Kontakt zu kommen und normalerweise wird in den Gruppen viel gelacht und sich gefreut.

Wann schreiben wir?

Ich biete diesen zweieinhalbstündigen Workshop von Januar- März jeden Sonntag von 17.00 – 19.30 Uhr an. Wer unbedingt unter der Woche abends lieber 1,5 Stunden haben möchte oder gar an einem Einzelcoaching teilnehmen, der oder die schreibe mir bitte an s.diehm@schreiberlebnis.de Fragen beantworte ich gerne schriftlich oder telefonisch. Kosten: 35 Euro pro Workshop. Veranstaltungsort: Kreativ- und Druckwerktstatt in der Elßholzstraße direkt am Kleistpark, Berlin Schöneberg

Freu mich auf Euch und unser gemeinsames Experiment!

Eure Susanne Diehm

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