Monatsarchiv: Juli 2015

SCHREIBEND DIE SELBSTHEILUNGSKRÄFTE STÄRKEN – ein Angebot

Ein Workshop mit uns: Susanne Diehm und Jutta Michaud, M.A., Biographical and Creative Writing, Autorinnen, Kunst- und Kreativitätstherapeutinnen. In der Ausschreibung heißt es:

Trotz oder gerade mit einer (chronischen) Krankheit das Glück des Augenblicks fühlen, Vitalität und Lebensfreude spüren und miteinander teilen – darum geht es in unserer Schreibgruppe. Wir orientieren uns an den Prinzipien von Aaron Antonovsky, der als erster Mediziner entdeckte, dass Krankheit ihre Macht verliert, wenn positive Ressourcen aktiviert werden.

Schreibend können wir Achtsamkeit für das Gute im Leben trainieren, selbst-bewusst sein, Geist und Seele besser miteinander in Verbindung bringen. Im Mittelpunkt stehen viele klassische Übungen des biografischen und kreativen Schreibens, die wir mit Erkenntnissen aus der Resilienz-, Glücks- und Kreativitätsforschung so angereichert haben, dass etwas Neues entstanden ist – wir nennen es GKS = Gesundheitsförderndes Kreatives Schreiben. 

Zur Einstimmung ein Rückblick auf den vergangenen Workshop

Termine
15. September, 22. September, 6. Oktober, 13. Oktober, 20. Oktober, 27. Oktober
jeweils 18:30 bis 20 Uhr

Kursgebühr
für sechs Termine: 130 Euro; Mitglieder von GESUNDHEIT AKTIV: 120 Euro

Ort
GESUNDHEIT AKTIV, Geschäftsstelle, Gneisenaustraße 42, Berlin-Kreuzberg

Bitte melden Sie sich direkt bei Gesundheit aktiv an: verein@gesundheit-aktiv.de

oder telefonisch unter 030 – 695 68 72 – 0
GESUNDHEIT AKTIV – Anthroposophische Heilkunst e. V.

Gneisenaustraße 42
D-10961 Berlin
Telefon 030 – 695 68 72 – 0
Telefax 030 – 695 68 72 – 29
E-Mail: verein@gesundheit-aktiv.de

Link direkt zu Veranstaltung hier

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Berlins Geschichte als Performance – ein Erlebnis

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Die Gruppe ist mucksmäuschenstill. Brians Berlin-Führungen sind speziell: Der Operndirektor erzählt in szenisch formulierenden Worten und in englischer Sprache Berlins Geschichte. Du siehst quasi, was passiert ist und empfindest Dich als Teil davon… auch Du hättest einer der Menschen in vergangener Zeit sein können, so empathisch bist Du dabei. Brian macht aus Touristen Traveller. Wie er die Story auf das Wichtigste verdichtet, mit Sprache spielt, seine Gruppe einbezieht, sie zum Lachen bringt und die Perspektiven wechseln lässt – absolut erfahrenswert. Am Sonntag konnte ich diesen Gang durch die Geschichte gemeinsam mit kanadischer Verwandtschaft mitgehen. Wir waren hingerissen – und ich zu Tränen gerührt.

Denn der Höhepunkt seiner Erzählung, der Fall der Berliner Mauer, war so emotional mitreißend, wie es kaum ein Film bewirken kann. Brian setzt die Macht der Worte und die erzählte Kraft der Bilder so ein, dass es einem ans Herz geht. Endlich hab ich verstanden, wie es kommen konnte, dass der letzte Schritt zum Fall der Mauer, dem Himmel sei Dank, … aber ich will nicht zu viel verraten, geht einfach hin, Leute. Und: Ich komme nächsten Sommer wieder, Brian! Welche kreativen Methoden er wohl einsetzt, um zu seinen Texten zu gelangen? Kreatives Schreiben wäre ein Mittel meiner Wahl.

Die neuen Termine für Brians „famous insider walks 29. Juli, 1., 2., 4., 6., 12. und 16. August 10 Uhr ab Zoo (vor McDonalds), 10.30 Uhr ab Hackescher Markt (vor a.m./p.m.)

http://www.insidertour.com/tours.php/cat/27/id/40/title/The_Famous_Insider_Walk

http://www.insidertour.com/tours.php/cat/4/title/The_Guides

Seid etwas früher da, weil die Gruppen schnell voll sind. Die Insider-Tour-Karten-Verkäufer haben Karten für mehrere Guides und Sprachen, also bitte  dazu sagen, dass ihr zu Brian wollt.

Eure begeisterte

SuDi

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„Alles, was die Wahrnehmung erweitert, ist inspirierend“ *

Hochschober

Viele von Euch Bloglesern wissen, dass ich gemeinsam mit Gitta Schierenbeck seit 2013 jährlich einen Workshop im Hotel Hochschober durchführe. Jedes Mal fühle ich mich geehrt, im Wortreich unterrichten zu dürfen und im Austausch mit den Gästen dieses wunderbaren Hotels zu sein. Im letzten Jahr haben wir spontan sogar ein Büchlein aus den dort entstandenen Texten nach unseren Schreibübungen fabriziert. Siehe hier.

Vor ein paar Tagen bin ich von einem privaten Hotelaufenthalt dort zurückgekehrt. Meine Kids hatten beide Prüfungen bestanden und zum Lohn der Müh und Abschluss einer Phase der Familienzeit habe ich uns den Aufenthalt dort spendiert. Schließlich wollte ich auch einmal in den vollen Genuss kommen, den das Hotel dort bietet.

Darf ich ungehemmt schwärmen? Euch alle in Sehnsucht einstimmen? Euch animieren, dorthin zu fahren? Denn es ist weit mehr als ‚Wellness‘, was dort geboten wird. Wie in Worte fassen, mit welchen Gefühlen ich das Hotel verlassen habe? Beschreiben, was aufgebrochen und geheilt ist in der kurzen Zeit? Ganz abgesehen von dem körperlichen Luxus, den ein Allroundservice in fast 5* Qualität bietet: Der Seele tut es gut, dort Zeit zu verbringen.

Das Zitat von Karin Leeb im Titel sagt es schon: „Alles, was die Wahrnehmung erweitert, ist inspirierend“. Ich war wahrhaft inspiriert und die Erfahrung wirkt nach, jeden Tag denke ich an meine Erlebnisse dort und spüre diesem Glück auch im Alltag nach.

Was war diese Woche speziell für mich im Angebot dieser 100 zusätzlichen Leistungen, die der Gast mit Buchung des Zimmers in Anspruch nehmen kann? Besonders für mich war, dass ich dort die Möglichkeit hatte, nicht nur die Grundzüge des Bogenschiessens bei Martin Ptacnik zu erlernen (super für die Fokussierung, auch im übertragenen Sinn!), sondern durfte bei zwei fantastischen Yogalehrerinnen Workshops besuchen, Yogalehrerinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Karina Wagner http://www.karinawagner.com mit einem Yoga-Retreat des Herzens und Yin Yoga mit Wesley Bassett. http://www.yogajivana.be Karina hat mir das Herz geöffnet und Wesley Sehnen und Bänder gedehnt. So habe ich mehr Raum für mich selbst erhalten. Die Begegnungen mit den Menschen im Hochschober bewirkten den Rest – zumal die Berglandschaft um den Turracher- und Grünsee wahrlich die Wahrnehmung erweitert. Sei es die Sinneswanderung mit See-Picknick, das Lauftraining bei Kenianischen Athleten (für meinen Sohn), der Aufguss in der See-Sauna oder die Delfin-Meditation (für meine Tochter) oder die Begegnung mit mir speziell werdenden Menschen im von mir geliebten Teehaus, das mich schon im ersten Jahr zu einer Fictionage inspiriert hat. Die Reise war erfüllend und bereichernd. Wer Fragen hat, kann mich gerne ansprechen, natürlich auch zum Schreibworkshop, der 2015 vom 13.-18 September stattfindet. Weitere Infos siehe hier.
Am Anreisetag Sonntag bin ich auch schon im Haus, um Gästen, die zum Schreibworkshop anreisen, bei Buchideen beratend zur Seite zu stehen. Schreiben kann Jede/r, und es kann genauso erfüllend sein, einen Miniaturtext oder ein Gedicht zu schreiben – probiert es einfach aus! Es lockt das Hotel mit seinem einzigartigen Konzept, großartigen Gründern und freundlichen Mitarbeitern. Besonders machen es die Menschen, die in der Woche des Aufenthalts sich dort inspirieren lassen und andere inspirieren. Willkommen beim Hochschobern!

Mit herzlichem Gruß,

Eure SuDi

* Zitat aus einem Interview der Hotelierin Karin Leeb mit Harald J Schellander aus dem Buch „Inspiration – die Kraft zu werden was wir sind“

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Man sieht sich immer zweimal im Leben

Ein wunderbarer Dankesbrief an einen Lehrer, mit einer Hoffnung, die hier zu spät kommt – aber vielleicht bei Dir nicht? Oder Du hast einen anderen Menschen, dem Du gerne sagen möchtest … was auch immer – schreib ihm, bevor es zu spät ist.

Purpurflügel

near Dublin, Ireland near Dublin, Ireland

Es heißt, man sieht sich immer zweimal im Leben...

… und ich wünschte, unsere Wege würden sich ein zweites Mal kreuzen, Herr K., nur ein weiteres Mal, damit ich Ihnen sagen kann, wie viel ich von Ihnen gelernt habe – fürs Leben.

Wie gern würde ich Sie einmal treffen, zufällig, und dann mit Ihnen einen Kaffee trinken, und über alles, alles reden.
Ihnen alles sagen, was ich all die Jahre in mir trug. Dinge, die ich Ihnen schon immer mal sagen wollte, und doch nie den Mut dazu aufbringen konnte, als noch Gelegenheit dazu war.

Aber auch Dinge, die mir erst mit der Zeit, im Fluss meines Lebens klar geworden sind, Dinge, deren Gewicht ich damals noch nicht erkannte, deren Wert ich noch nicht sehen konnte, und die ich unbewusst von Ihnen aufnahm und trug, wie Früchte, die erst reifen müssen. Samen, die wuchsen.

Ich wünschte, wir…

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Srebrenica

Gedichte müssen sich nicht reimen. Gedichte berühren – dieses ‚Srebrenica‘ betitelte von Saliha Soylu besonders. Sie ist Autorin und bloggt auf https://purpurfluegel.wordpress.com. Wir alle sind die Lebenden, von denen sie spricht. Ihr Gedicht trägt so einen starken Appell in sich – ohne zu drängen. Wann verändern wir die Welt endlich? Sodass wir den Lebenden respektvoll applaudieren können und sie -und uns- nicht mehr beweinen müssen…

Purpurflügel

Street graffiti in Mostar, Bosnia and Herzegovina Street graffiti in Mostar, Bosnia and Herzegovina

Und ich weine.
Bittere Tränen.
Strömen.

Und ich weine.
Weil achttausensechshundertzweiundsiebzig Menschen ermordet wurden.
Es waren Muslime, aber darum weine ich nicht.
Ich weine,
weil es Mütter waren,
Kinder, Babies, Väter, Onkel,
Tanten, Brüder, Schwestern,
Alte, Junge,
weil es Menschen waren
wie ich.

Und ich weine.
Weil die Zahl der Toten noch immer steigt,
weil es passiert,
noch heute! noch immer!
und genau in diesem Moment.

Ja ich weine!
Weil ich die Rufe all der Menschen hören kann,
die in diesem Moment sterben,
grausam ermordet werden
vor den Augen der Welt.

Ja ich weine!
Weil ich den Schmerz der Menschen spüren kann,
die die Gebeine ihrer Liebsten ausgraben
aus einem namenlosen Massengrab,
und sie allein an ihren Fingerspitzen wiedererkennen.

Ja ich weine!
Weil ich die Augen all der Menschen sehen kann,
die zu viel gesehen haben,
bis auf den Grund gebrochen von Furcht,

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10 Creative Writing Tips from The Open University

Zu meinem Motto: „Schreiben beflügelt, Schreiben erfüllt und macht frei“ ein paar Tips aus der Open University, die bildhaft zeigen, was es erleichtert, kreativ zu sein… zum Beispiel auch einmal weg von den Worten hin zum Film zu gehen! So wird Schreiben leicht. Siehe hier.

Viel Spaß damit –
Eure SuDi

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Schreibende übers Schreiben – Zitat 14

Den ersten Teil des Zitats teile ich… „Um seine Muse zu nähren, sollte man hungrig auf das Leben sein“… und es ist nie zu spät damit zu beginnen… danke, lieber Cornelius, für die schöne Zitatsammlung über das Schreiben und auch Interviews mit Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Werde gerne herausfischen, was speziell meine ‚Lese‘ interessieren könnte… auf bald, SuDi

kapitel eins

„Um seine Muse zu nähren, sollte man hungrig auf das Leben sein, und zwar schon, seit man ein Kind war. Wenn nicht, ist es jetzt leider ein wenig spät, damit zu beginnen.“ (Ray Bradbury)

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