Monatsarchiv: Januar 2018

Wo gehöre ich hin, wenn sich alles verändert?

Nicht nur bei einer Krebsdiagnose kann Schreiben oder Malen wirken; auch bei Trauer um erlittene Verluste -also konkret: Menschen!- kann es sich sehr wohltuend auswirken.

In beiden Fällen geht es auch um die Stabilisierung der eigenen Identität: Wer bin ich jetzt, in einem Moment, in dem sich alles verändert hat?

Hier bin ich beim Selbstversuch im Maltatelier von Eva Herborn , die über viele Jahre an der Frauenklinik der Charité Patientinnen mit Krebserkrankungen begleitet hat. Auch mit kunsttherapeutischer Ausbildung lohnt es sich immer wieder,  zu erfahrenen Kolleginnen zu gehen.

Im Malatelier habe ich bei nur einem Workshop eine Ressource wieder entdeckt. Obwohl Ausdrucksmalen der Plan war, habe ich mich auf einmal in meinen Ur-Phantasien verloren und plötzlich tauchte diese Wildpferdherde vor mir auf. Für mich ein Symbol, dass ich trotz des erlittenen Verlustes nicht alleine bin, sondern eingebettet in sozialen Strukturen, inmitten von Freunden und Familie.

Dankbar –

SuDi

3 Kommentare

Eingeordnet unter AKTUELLES

Kreativ sein für die Gesundheit: Anstiften zum Schreiben an der Charité

Heute haben wir unsere Arbeit an der Charité der DIWA Community per Livestream vorgestellt. Ganz unprätentiös, am Besuchertisch in Professor Sehoulis Büro, lockte Dr. Robert Armbrust Antworten zum Gesundheitsfördernden Kreativen Schreiben aus uns heraus. Professor Dr. Sehouli erzählte von seinen guten Erfahrungen und spezifizierte, wie auch unter Fatigue leidende Frauen sich mit dem Schreiben helfen können.

Meine Teamkollegin Jutta Michaud und ich hatten jede Menge spielerisch nutzbarer Materialien dabei, um anschaulich zu machen, welche Anregungen es in den Schreibstunden bei uns so gibt. Es geht nicht nur um Bewältigung von Krankheit, sondern um den Einstieg in die Kreativität generell. Denn kreativ sein schenkt Energie!

Natürlich ist ein strukturierter Ablauf eines Schreibseminars noch einmal eine ganz andere Geschichte als der bunte Potpourri im Interview. Ich liebe es, wenn es  still wird im Raum,  die Federn über das Papier kratzen, alle im Flow versunken sind und später mit einem Lächeln auf den Lippen nach Hause gehen.

Hier geht es zum Interview, das wohl nur kurz verfügbar ist. https://www.facebook.com/DIWA.community/videos/927685497397623/

Ach ja, was wir vergessen haben zu sagen: Wir führen auch Weiterbildungen für Therapeuten durch: https://sudijumi.wordpress.com/coaching/

Wenn unser gemeinsames Buch mit Professor Sehouli im Mai beim großen Aktionstag der Stiftung Eierstockkrebs veröffentlicht wird -mit wunderbaren Illustrationen von Dr. Adak Primorady  versehen- kommen wir im Anschluss gerne vor Ort in Rehas etc., um den Einstieg in das Schreiben zu erleichtern und das Gesundheitsfördernde Kreative Schreiben einem größeren Kreis von Patientinnen zugänglich zu machen.

Beste Grüße von Sudi(Jumi)

 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter AKTUELLES

Den Blog von Sandro Abbate lese ich gerne. Hier seine Rezension http://novelero.de/daniel-de-roulet-zehn-unbekuemmerte-anarchistinnen/

Klingt für mich nach einem spannenden Buch… und erinnert an einen Schreibkollegen, dessen Buch leider nie veröffentlicht wurde.

Beste Grüße,

Susanne

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter AKTUELLES

Von der Liebe und anderen Geheimnissen

Lesung

von Wiebke Eden

im Salon Anna Blume

Langenscheidtstraße 12, 10827 Berlin-Schöneberg.

am Freitag, 26. Januar 2018, 19.30 Uhr

IMAG0435

Unser Schreibsalon

Wiebke3

Wiebke Eden

 Geheimnisvolle Porzellanhunde und eine traurige Mutter, in deren Küche die Männer mehr als ein bisschen Wärme suchen – darum geht es in der Erzählung „Udo“, die Wiebke Eden  im Salon Anna Blume vorstellen wird. Darüber hinaus liest die Autorin aus ihrem neuen, kurz vor dem Abschluss stehenden Romanmanuskript. 

Es ist Sommer in der Erzählung „Udo“, eine Siedlung auf dem Land an der Nordsee. Hier lebt die Ich-Erzählerin mit ihrer Mutter und der kleinen Schwester. Nebenan gibt es ein Lohnunternehmen, das Landarbeiter beschäftigt. Regelmäßig machen die Männer Teepause bei der Mutter – und nicht nur das. Niemand bemerkt, dass die Ich-Erzählerin sie beobachtet. Dann ist da noch Udo, der Außenseiter und Sonderschulabsolvent. Als er in dem Lohnunternehmen eine Lehre anfängt, sind die Arbeiter alles andere als begeistert. Unkontrolliert machen sie ihrem Zorn Luft. Die Mutter der Erzählerin versucht zu beschwichtigen, doch die Situation spitzt sich zu…

Der noch titellose Roman von Wiebke Eden erzählt die Geschichte der 79-jährigen Mathilde, die wegen Nötigung vor Gericht steht. Gemeinsam mit anderen Friedensaktivisten hat sie vor der amerikanischen Botschaft an einer Blockade teilgenommen. Das Gericht verurteilt sie zu Parkarbeit. Als die Lokalzeitung darüber berichtet, interessieren sich auch bundesweite Medien für die störrische alte Frau. Mathilde gibt Interviews, erzählt von den Anfängen als Widerstandskämpferin und ihrer Zeit als der ersten Stewardess in Deutschland. Dabei beginnt sie sich an etwas zu erinnern, das sie lange verdrängt hat, 1939/40, das Jahr in Barcelona, in dem ihr Leben eine entscheidende Wendung nahm. Die Schuld, die daraus entstand, quält sie bis heute.

Wiebke Eden, geboren 1968 in Jever, arbeitete nach Zeitungsvolontariat und Germanistikstudium als freie Journalistin für Print, Funk und Fernsehen. Unter anderem veröffentlichte sie zwei Porträtbände über schreibende Frauen. 2008 erschien ihr Roman „Die Zeit der roten Früchte“ (Arche). Neben „Udo“ (2017) veröffentlichte sie im Bübül Verlag Berlin die Erzählung „Das Liebespaar“ (2015) und weitere Texte in Anthologien. Die Autorin lebt in Berlin und gibt Schreibwerkstätten für Kinder und Erwachsene.

 Die Lesung im Salon Anna Blume beginnt um 19.30 Uhr, Einlass 19 Uhr. Der Eintritt beträgt 7 Euro inklusive Getränk. 

 Wir freuen uns sehr auf diese großartige Autorin – bitte melden Sie sich an unter mail@susanne-diehm.de – dankeschön! Susanne Diehm für Team Sudijumi

 

Ein Kommentar

Eingeordnet unter AKTUELLES

10 Gründe, warum ich schreibe 9

Als Auftakt zum neuen Jahr 10 gute Gründe zu schreiben. Heute beleuchtet der Blogartikel von „metallstiftwunden“ , wie das Wechselspiel zwischen erlebten, gelesenen und selbst geschriebenen Geschichten das Verständnis für Menschen erhöht und zum Lernen führt… liebe Grüße von Sudi, die Euch im neuen Jahr Erfolg im konventionellen und unkonventionellen Sinne wünscht – Schaffensfreude und kreative Purzelbäume!

metallstiftwunden

  1. Gewohnheit
  2. Loswerden
  3. Ausdruck
  4. Sicherheit
  5. Narzissmus
  6. Rückzug
  7. Geld verdienen
  8. Menschen bewegen
  9. Lernen

Eigentlich lese ich ja lieber als zu schreiben. Ich lese lieber als irgendetwas. Aber mit Lesen allein kann man kein Leben verbringen. Und wenn ich schreibe, ist jedes Lesen Recherche. Ich lese einen guten Thriller und lerne, wie man Spannung aufbaut. Ich lese einen russischen Klassiker und lerne etwas über die Kultur der Sowjetunion. Ich lese und lese und baue meinen Wortschatz aus. Und auch Fernsehserien werden so von der Zeitverschwendung zur Recherche. Was habe ich nicht schon alles bei Netflix über Spannung gelernt – denn wenn die Serien nicht spannend wären, würde ich sie ja ausschalten und endlich mal wieder schreiben.

Und auch durch das Schreiben lerne ich. Allein durch das Planen meines aktuellen Romanprojektes habe ich gelernt, dass der Beruf „Künstler“ mehr beinhaltet als Kunst zu schaffen, zu schreiben, zu malen, zu performen. Es bedeutet auch, sich…

Ursprünglichen Post anzeigen 230 weitere Wörter

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter AKTUELLES

2018: Schreibseminare an der Charité

itta 023

Sind oder waren Sie Patientin mit Krebserkrankung und in Behandlung an der Charité?

Auch in 2018 werden wir, gefördert von der Stiftung Eierstockkrebs,  jeden 1. Donnerstag des Monats in der Charité-Frauenklinik ein Schreibseminar halten.

Hier sind die Termine, Sie sind herzlich eingeladen:

170210_Plakat_KreativSchreiben_mitSM_print_2018

Wir starten am 4.1. um 16.30 Uhr im Malraum. Bitte melden Sie sich im Sekretariat von Herrn Professor Sehouli an bei

Anna-Maria.Mira-Conti@charite.de

Sie können gerne zu den Terminen kommen, die Ihnen gelegen sind, Sie müssen nicht bei jedem Termin dabei sein – wobei es natürlich „mehr bringt“, wenn Sie regelmäßig teilnehmen. Unsere Teilnehmerinnen fühlen sich wohl und gehen gestärkt aus dem Schreibtermin. Sie bekommen dort Schreibanregungen für kleine Texte und Gedichte, können Ihre Gefühle und Gedanken los werden und erleben, wie Sie schreibend ihre Lebenskraft stärken. Sie können das Thema Krankheit thematisieren, aber es auch aussparen und einfach nur Ihren persönlichen Weg in die Kreativität gehen. Es ist leicht, weil unsere Anregungen Sie motivieren und der Stift wie von alleine über das Papier fliegt! Für die Zeit zwischen den Terminen geben wir Schreibanregungen mit auf den Weg. Sie können Ihre Texte, die Sie in der Gruppe geschrieben haben, gerne hinterher mit unseren Hinweisen überarbeiten und beim Literaturwettbewerb der Stiftung einreichen – oder ihn nur für Ihre persönliche Schatztruhe behalten.

Bei Fragen kontaktieren Sie mich unter mail@susanne-diehm.de oder meine Teamkollegin Jutta Michaud: jmichaudpr@aol.com. Wir sind Sudijumi , zwei erfahrene Schreib- und Kunsttherapeutinnen mit Masterstudium Biographisches und Kreatives Schreiben.

Wir freuen uns auf Sie –

Mit herzlichem Gruß,

Susanne Diehm

Ein Kommentar

Eingeordnet unter AKTUELLES