Monatsarchiv: Januar 2017

Rendezvous mit meinem Buch

Johanna Vedral beschreibt es: Sich in Muße mit der Muse verabreden und langsam auf die Verabredung zusteuern entzündet das innere Feuer, die Vorfreude auf das Schreiben. Und selbst wenn einmal an einem festen Schreibtermin kein besonders inspirierter Text entsteht: Er ist dennoch Nahrung für den Prozess, und der Autor hat etwas, womit er das nächste Mal beginnen kann. Je nach Schreibtyp den Text neu schreiben oder überarbeiten. Oder aus dem Impuls heraus auf einen neuen Faden kommen und diesen weiterspinnen… Zwei Schreibtreffs mit sich selbst oder auch Kolleginnen in der Woche: Selbst wenn man Urlaub abzieht, bleiben da über 100 Termine im Jahr! Viel besser, als sich 1000 Gründe zu überlegen, warum man heute keine Zeit für’s Schreiben hat. Eine unserer Workshopteilnehmerinnen sagte es so: „Das ist mit dem Schreiben wie mit dem Laufen: Schuhe an und los, nicht lange fackeln. Und spätestens nach fünf Minuten ist man froh, dass man auf dem Weg ist“. Viel Spaß mit dem Beitrag von Johanna! Eure SuDi

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter AKTUELLES

Unser Buch „Erfolgreiche Blogtexte“ von Buchhändlerin Ulrike Sokul im Blog „Leselebenszeichen“ vorgestellt

Ulrike Sokul ist eine Buchhändlerin, eine die -so sagt sie über sich selbst-

„Diese akut vom Aussterben bedrohte altmodische Berufsgattung, die mit großem Idealismus für kleines Geld arbeitet.“

Die Buchbesprechungen, die sie in ihrem Blog „Leselebenszeichen“serviert, sollen eine Leseeinladung sein. Sie  bietet  ein buntes, eigenwilliges und unkonventionelles Bücherbüfett an.

Jetzt hat sie das Buch ‚Erfolgreiche Blogtexte‘ von Lisa Sintermann und mir sehr freundlich vorgestellt. https://leselebenszeichen.wordpress.com/

Lisa und ich sind sehr stolz darauf, in den Reigen der von ihr besprochenen Bücher aufgenommen worden zu sein.

Mit herzlichem Gruß,

Sudi

Ein Kommentar

Eingeordnet unter AKTUELLES

Spiegeln: Feedback auf Augenhöhe

DSCN1658

Schreiben ist ein Prozess, und Texte werden besser, wenn der Autor ein Feedback darauf erhält. Danach kann er entscheiden, welche Empfehlungen er annehmen will und welche nicht. Oft geht es um Verständlichkeit oder um Wirkung. Sind hier zwei Gedanken in einen Satz gepackt? Stimmt der Übergang zum nächsten Absatz? Wie wirkt der Text? Ich habe viele Jahre beim global operierenden Unternehmen  solche Prozesse miterlebt. Allerdings hat in diesen Abstimmungsrunden der Hierarchiehöchste das letzte Wort. Und oft geht es nicht um das Verbessern des Textes, sondern schlicht um die Macht des Entscheiders.

Schreibexperimentierphase

Wie wohltuend dann, im Studium zum M.A. Biografisches und Kreatives Schreiben in eine ganz andere Welt zu tauchen. Unsere Studiengruppe, die eh nur aus 20 handverlesenen Studenten und Studentinnen bestand, war noch einmal unterteilt in Untergruppen à 4 Personen. Marita, Franziska, André und ich hatten zusammengefunden.  Vom Hintergrund und Alter her total unterschiedliche Menschen, zwischen Mitte Zwanzig bis Ende Fünfzig. Die eine ‚arme‘ Schreibberaterin mit befristetem Vertrag an der Uni, die andere wohl situierte Industrielle. Unterschiedliche Herkunftsjobs, vom Heilpraktiker über Kulturwissenschaftlerin, Journalistin bis hin zur PR-Frau. Wir alle luden unsere passwortgeschützten biografischen Texte auf eine Plattform, die nur uns vieren zugänglich war.

Feedbackregeln: Der ‚Kunde‘ hat die Wahl

Natürlich gab es Feedbackregeln: Niemals verletzend sein, erst nach der Form des gewünschten Feedbacks fragen. Spiegeln ist EINE Technik von vielen. Spiegeln bedeutet, in eigenen Worten wieder zu geben, was man liest und dabei Fragen zu stellen. In wissenschaftlichem Schreibcoaching-Kontext ist es inzwischen üblich, aber auch beim biografischen Schreiben ist es großartig. Wenn es glückt, es ein liebevolles Spiegeln all dessen ist, was im Text mitschwingt, dann ist es wie ein Geschenk für den ‚Auftraggeber‘.

Neu gerüstet für die Welt

Denn es ist ein fast zärtliches Entwickeln von Potential. Völlig anders als bei einer Psychotherapie oder einem ’normalen‘ Coaching, bei dem nur geredet wird. Beim Offenbaren biografischer Text entblättert man sich; wenn dann über das Spiegeln im Autor die Resonanz wieder zu schwingen beginnt, dann kann er zu hilfreichen Einsichten kommen und steht hinterher besser gekleidet da als zuvor, hat sich im Prozess wieder neu gerüstet für die Welt.

Bei uns war es ein sehr persönliches Arbeiten auf Augenhöhe.  Wir wussten in Kürze mehr voneinander, als  die jeweiligen (Ehe)partner oder auch nur Freunde je wissen würden. Denn nie hatten sie mit uns geschrieben und sich in dieser Tiefe ausgetauscht. Beim Schreiben fällt die Fassade – und das ist gut so, will man ehrlich sein zu sich selbst.

Mit Schreibcoaching in die Selbstwirksamkeit

Vielleicht sind Sie als Leser auf den Geschmack gekommen? Schreibcoaching in professionellem Setting können Sie bei uns im Schreibsalon Anna Blume buchen. Sie entscheiden, welche Themen Sie bearbeiten. Und Sie werden bei jeder Zeile merken, dass Ihr Gefühl von Selbstwirksamkeit steigt. Schreiben entlastet, ja, aber es geht noch weiter: Über das Spiegeln und viele andere Methoden können Sie erkennen, was war und was ist. Was sein soll – das erschreiben Sie dann auch. Vielleicht – und jetzt wissen Sie das Foto oben zu deuten – auch mit einem Brief an jemanden, der schon darauf wartet.

2 Kommentare

Eingeordnet unter AKTUELLES

Biografische Lesung…

… der Jugendlichen, denen wir mit schreib- und kunsttherapeutischen Interventionen durch die Ausbildung helfen.

Letzte Woche war es so weit: Unsere Jugendlichen lasen ihre Texte beim Besuch der Bürgermeisterin Angelika Schöttler. Es war berührend, denn diese Stories hatten es in sich.

Alle Jugendlichen in dieser Ausbildung haben schweres biografisches Gepäck zu tragen, und so waren wir sehr stolz darauf, dass sie ihre Texte nicht nur schrieben, sondern auch teilten und den Mut hatten sie vorzutragen haben. Hier der Link zum Artikel, der in der Mopo online erschien:

http://www.imwestenberlins.de/geschichten-aus-der-kochschule-palladin/http://www.imwestenberlins.de/geschichten-aus-der-kochschule-palladin/

Wobei wir betonen wollen, dass nicht alle einen ‚kriminellen‘ Hintergrund haben.

Und noch ein Artikel:

http://www.berliner-woche.de/schoeneberg/soziales/buergermeisterin-lobt-azubis-der-palladin-kochschule-d117086.html

Wir machen ein Buch daraus!

Sudi

 

 

Ein Kommentar

Eingeordnet unter AKTUELLES

Bye, Bye Selbstoptimierung

Im Fluss des Lebens: Sehr berührt hat mich diese wunderbare Reflexion meiner Teamkollegin Jutta Michaud zum Buch ‚Innerlich frei‘. Denn Jutta übergibt sich dem Experiment, traut sich, ungewohnte Sichten auszuprobieren. Auf unserem Weg als Team ist sie die Mutigere von uns beiden und ich bin ihr dankbar, dass sie damit auch mich beflügelt. Wenn Ihr über Eure Ansprüche an Euch selbst nachdenkt: Lest diesen Blogbeitrag! Beste Grüße, Eure Sudi

Jutta Michaud

Zu den Büchern, die mich Ende 2016 nachhaltig beschäftigt haben und es immer noch tun, gehört „Innerlich frei“ von Ulrike Scheuermann.

Dieses Buch hat mich zu einer ganz besonderen Diät inspiriert: dem Versuch, ganz bewusst auf “ Vergleicheritis, Konkurrenzdenken, Müssen und Selbstoptimierung zu verzichten. “ Bewusst“ heißt in diesem Zusammenhang, dass ich mich in meinem Schreibjournal intensiv dabei begleite, das Thema als Experiment angehe und für mich selbst dokumentiere. Ich möchte wissen, wie sich meine Wahrnehmung dadurch verändern wird. Werde ich meinen Alltag tatsächlich gelassener gestalten können?

Auf die Idee kam ich, weil mich die Lektüre von „Innerlich frei“ einerseits mit vielen Denkimpulsen, aber andererseits auch skeptisch zurückließ. Wenn man im Leben „alles annimmt“, um innerlich frei sein zu können, was geschieht dann mit dem Antrieb, etwas erreichen zu wollen?  Ist nicht ein gewisses Maß an Wettbewerb nötig, wenn man Ziele vor Augen hat? Oder bin auch ich „gefangen“ im…

Ursprünglichen Post anzeigen 897 weitere Wörter

Ein Kommentar

Eingeordnet unter AKTUELLES

Memoir „Die Krebsflüsterin“ von Sophie Sabbage

Sudijumi begleitet auch  Menschen, die intensiv daran arbeiten, ihren Krebs loszuwerden und klassische medizinische mit alternativen  Methoden verbinden.

Schreibtherapeutische Impulse sind das Mittel unserer Wahl, sie können die Reise begleiten und unterstützen. Wer selbst-bestimmt  mit seiner Krankheit umgeht, kommt am Schreiben fast gar nicht vorbei. Denn schreibend bist Du am stärksten mit Deiner Intuition verbunden, kannst am besten erfühlen, was Du möchtest und was nicht. Welche Therapie Du nach gründlichem Recherchieren und Nachdenken Du annimmst und welche nicht, zum Beispiel.  Um unser eigenes Wissen und Repertoire zu erweitern, schauen meine Teamkollegin Jutta Michaud und ich uns natürlich auch die Bücher an, die es zu diesem Thema gibt.

Der Titel?

Zuerst war ich sehr befremdet von dem Titel: Die Krebsflüsterin, das klang in meinen Ohren  abschreckend.

Aber im Laufe des Buches habe ich verstanden, worum es ging: Nicht um Schuld, und Einflüstern schlichter  ‚positiver Gedanken‘ als mentales Training; Sondern, was nach Sophie Sabbage hilft, ist: Sehr individuell  auf die Botschaften der Krankheit zu hören. Dann kann es in die Veränderung und Transformation gehen.

Ich fand dieses Memoir sehr bewegend. Die Szene mit den Pferden hat mich umgehauen.

Sophie beschreibt, wie die Pferde ihre Krankheit spüren und ihr Trost spenden. Auch aus der Analogie zum ‚Pferdeflüsterer‘ kann ich den Titel jetzt besser verstehen.

Veränderungsprozesse begleiten – auch den eigenen

 Autorin Sophie Sabbage ist selbst Coach und hat Veränderungsprozesse ihrer Klienten über Jahre begleitet. Bis sie mit Mitte 40 in die Situation kommt, die Krankheit bewältigen zu müssen – oder zu sterben. Ihr starkes Motiv: Sie will ihre noch kleine Tochter heranwachsen sehen. Obwohl das ‚unheilbar‘ als Diagnose sie fast erdrückt, findet sie einen Weg aus der Krankheit heraus. Wohlgemerkt: Mit medizinischen und alternativen Methoden.

Eine Methode: Sophie schreibt. Sie schreibt ihre Motive auf, warum sie leben will. Jedes Einzelne. Sie listet ihre Verluste, alles, was sie rückwirkend in ihrem Leben bedauert. Sie erteilt sich die Erlaubnis, endlich angemessen darum zu trauern und nicht mehr zu verdrängen. Sie lässt in einem weiteren Schritt die Reue los. Sie zieht eine Hoffnungsbilanz und bloggt darüber, wie sie mit ihrer Krankheit Frieden schließt. Und über die Auseinandersetzung mit all den Themen, die der Krebs ihr aufbürdet, heilt sie ihr Leben.

Ein feines Buch, auch für Menschen, die keinen Krebs haben, sondern nur lernen wollen, was sie als Gesunde brauchen um gesund zu bleiben. Wer die im Buch beschriebenen Methoden ausprobiert, sollte gut in sich hinein hören, ob er die Kraft hat, sie alleine zu bewältigen. Oder sich professionelle Begleitung dafür holt.

Eure Sudi

3 Kommentare

Eingeordnet unter AKTUELLES

Jeder Tag eine neue Chance

 

img_20131104_145458

Schreiben beflügelt – so gelingt’s!

 

Haben Sie am Ende des Jahres darauf zurück geblickt und trotz aller schlimmen Ereignisse in der Welt gedacht: Ja, es war gut?

Sie können sich selbst mit ihrem Terminkalender oder mit Fotos aus dem letzten Jahr in Stimmung bringen. Einfach durchblättern. Anhalten, wenn Sie denken: „Das ist mir gelungen.“ Oder: „Hier habe ich erkannt…“ Aufschreiben. Mittels „seriellem Schreiben“.

Dabei immer wieder den Anfangssatz wiederholen. Am besten handschriftlich. Auch wenn sie „Hier habe ich erkannt…“ aufschreiben ohne zu wissen, wie Sie ihn zu Ende führen werden: Ihrer Schreibhand fällt schon etwas ein. Selbst wenn Sie aufschreiben: „Hier habe ich erkannt, dass mir schwer fällt, meine Erkenntnisse in Worte zu fassen!“ Schreiben Sie 10x auf, was Sie erkannt/verstanden/begriffen haben. Und lassen Sie darunter -oder beim quer gelegten Blatt gegenüber- ein paar Zeilen Platz.

 Denn im zweiten Teil der Übung geht es um das neue Jahr. Nehmen Sie eine andere Stift-Farbe. Und dann in der Lücke des freigehaltenen Platzes 10x dasselbe Spiel mit dem Anfangssatz: „In 2017 werde ich…“.  Sie schreiben auf, wie Sie Ihre Erkenntnis in 2017 nutzen werden. Als Energieschub. Denn jetzt haben Sie Ihre Erkenntnis im Gepäck und können den Blick auf das Neue richten. Sie werden darauf aufbauend weitermachen.

 Falls Sie Fragen haben, wie Sie sich über das Jahr hinweg selbst coachen und in gute Stimmung schreiben können, melden Sie sich bei s.diehm@schreiberlebnis.de und ich antworte entweder direkt oder mit einem Blogbeitrag. So können wir uns gegenseitig Impulse geben. Auf ein gutes, gesundes, gelingendes Jahr – jeder Tag eine neue Chance!

 Ihre Sudi

 2016                                                               2017

 Hier habe ich erkannt…. ………………………….In 2017 werde ich………………………………………..

Ein Kommentar

Eingeordnet unter AKTUELLES