Monatsarchiv: April 2017

Bibliodiversität

Es gibt nicht nur Bibliotherapie, sondern auch Bibliodiversität: Wer kulturelle Vielfalt und einen lebendigen Literaturbetrieb fördern will, hat durch den Kauf seiner Bücher die Möglichkeit dazu. Wer mehr dazu wissen mag, dem sei der Beitrag von Novelero empfohlen, der das Manifest für unabhängiges Publizieren von Susan Hawthorne vorstellt. http://novelero.de/susan-hawthorne-bibliodiversitaet/

Auf dass die Publikumsverlage nicht nur nach großen Auflagen schielen, sondern konsequent  auch mal ein Wagnis eingehen … das wünscht sich so manch ein  Autor  zum 1. Mai.

Ansonsten sind wir mit nicht massengerechten Themen zum Abwandern in die Indieszene gezwungen – oder müssen uns den Gesetzen des Marktes fügen und den Verlagen Inhalte vorschlagen, die mindestens 10.000 verkaufte Bücher erwarten lassen.

Erstaunlich, dass es noch nicht mehr Strategien im Buchmarkt gibt, die drohende Leser-Verknappung mit innovativen Methoden anzugehen; mir scheint, da verschläft die Branche gerade eine Chance.  Das kann aber nicht das Interesse von uns Autoren sein, daher bin ich dankbar für jede Initiative, die Verlagen neue Wege zeigt, z.B. wie in dem Artikel von Michaela Philipzen im Buchreport.

Viel Spaß beim Lesen und einen schönen 1. Mai!

Eure SuDi

 

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Der Rausch der Sätze

„Gebannt auf Papier ist die Ekstase erträglich“ … schöne Sätze von ‚orangeblau’… Lyrik hilft Kompliziertes zu verdichten, lest es zu heute Nacht und schreibt, wenn alles zu viel wird Eure eigenen Sätze… das erleichtert nicht nur, sondern führt zu Erkenntnis!  Eure Sudi

ORANGEBLAU

Es gibt schlechteres als Sätze

die explodieren im Kopf

die einen betrinken sich

mit Alkohol, die anderen mit Wörtern

der Rausch der Sätze ist

nicht immer frei von Nebenwirkungen

gebannt auf Papier ist

die Ekstase erträglich,

der frische Wind weht

um die Nase, die Wörter

schreien aus dem Mund

die Sucht ist groß

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Leid lindern – mit Schreiben entlasten und Themen klären

Wenn Angehörige von einer schlimmen Diagnose eines Familienmitglieds erfahren und während der Krankheit begleiten und pflegen, dann ist das nicht einfach. Welche seelischen Lasten sie tragen, wo es Hilfe gibt und wie  Schreiben entlasten und klären kann, beschreibt unser Blogbeitrag bei Relias Learning. Bitte dort auf der Seite weiterlesen!

 

 

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Merkwürdig, dieses Schreiben

In „Selbstversunkenheit“, dem Blog von Franziska Schramm, finde ich immer wieder schöne Gedanken zum Schreiben – mir gefallen die Metaphern, mit denen sie hier spielt und beschreibt, wie ihre Texte zu ihr kommen… Viel Spaß beim Lesen und überlegen, wie das bei Euch so ist? Sudi mit herzlichem Gruß

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Wie Märchen Menschen mit Demenz helfen

… und wie wir auch Kreatives Schreiben einsetzen können, habe ich in diesem Blogbeitrag beschrieben:

https://www.reliaslearning.de/blog/bei-demenz-märchen-einsetzen-im-pflegealltag-ein-instrument-zum-umgang-mit-herausfordernden-patienten

Herzliche Grüße,

Eure Sudi

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Ein Buch mit Aha-Effekt: „Es lohnt sich einen Stift zu haben. Schreiben in der systemischen Therapie und Beratung“, von Carmen C. Unterholzer

Hier ist meiner Teamkollegin Jutt Michaud nicht nur eine differenzierte Rezension gelungen, sondern sie spricht offen aus, was uns hier in Deutschland fehlt und worin andere Länder uns weit voraus sind… Viel Spaß beim Lesen wünscht SuDi

Jutta Michaud

Heute habe ich einen Buchtipp für alle, die Lust haben, ihre Nase über die Ostertage mal wieder in ein wissenschaftliches Buch zu stecken. Dieses hat mich begeistert! Es ist erhellend und inspirierend für alle, die sich beruflich mit der therapeutischeren Wirkung von Schreibinterventionen befassen.

Carmen Unterholzer liefert in ihrem jüngst im Carl-Auer-Verlag erschienen Buch weit mehr, als der Titel vermuten lässt: Eine umfassende und großartig strukturierte Übersicht zur Nutzung von Schreibinterventionen im therapeutischen Feld. Wenn auch systemische Ansätze im Mittelpunkt stehen, werden sie auf der Basis eines erweiterten Spektrums diskutiert. Die Autorin gewährt Einblicke in die eigene Arbeit und zeigt auf, wo besonders in Deutschland noch einiges an Wirkungsforschung zu leisten sein wird.

Stiefkind der deutschen Wissenschaft

Zum Thema Schreibtherapie wurde in Deutschland bislang viel zu wenig systematisch geforscht und publiziert. Unsere europäischen Nachbarn, Skandinavien und die USA sind uns diesbezüglich gleich mehrere Nasenlängen voraus. Nicht nur, wenn es um…

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Leben – warum und wozu?

Dieses Zitat triggert mich immer an: „Nicht was wir gelebt haben, ist das Leben, sondern das, was wir erinnern und wie wir es erinnern, um davon zu erzählen.“ Ich liebe diesen Satz.

Für mich geht es nicht so sehr um den ‚Wahrheitsgehalt‘ unserer Erzählung, denn was ist denn schon die ‚Wahrheit‘? – , sondern darum, wie wir unsere Biografie interpretieren und welche Art von ‚Story‘ wir daraus machen: Ist es eine, die den Blick auf die schönen Seiten des Lebens wirft, mit Humor und Gespür für die kleinen Kostbarkeiten des Lebens, oder sehen wir nur die Widrigkeiten, die Ungerechtigkeit und das Zu-kurz-Gekommen-sein? Entscheidend für den Moment, in dem uns der Tod erwischt – sind wir zufrieden mit dem Erlebten? Können wir gelassen sagen: ‚Ja, es war gut!‘? Haben wir Wohlbehagen oder Glück gefunden im Leben, so widrig es manchmal uns auch begegnet ist? Ich möchte, dass meine Kinder und Freunde mal sagen: ‚Ja, ihr Leben war gut. Sie hat es so ausgerichtet, dass es gut werden konnte, und sie hat uns erzählt davon.‘

Deshalb, weil wir nie wissen, wann es uns erwischt,  gefällt mir auch die Lebensabschnitts-Biografie oder, als Genre, das Memoir: Darin erzählt jemand einen Abschnitt aus seinem Leben, der bedeutsam war – und was er glaubt, dass andere daraus lernen können… Ist immer sehr befriedigende Arbeit, Menschen dabei zu begleiten. Oft finden sie auch Formen, die nicht dem klassischen Memoir entsprechen, aber immer geht es um diesen Satz von Márquez.

Ein schöner Beitrag zum literarischen Schaffen, Leben  und Tod von Márquez, verfasst von Sandro Abbate in seinem Blog ‚Novelero‘.

http://novelero.de/gabriel-garcia-marquez-leben-um-davon-zu-erzaehlen/

Eure SuDi

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